Ruheständler organisieren erste Senioren-BVV

Steglitz-Zehlendorf. Am 25. Juni können sich Senioren auf einer Senioren-BVV mit ihren Problemen erstmals direkt an das Bezirksamt wenden. Die Vorbereitungen dazu laufen auf vollen Touren.

Senioren können Anfragen und Anträge zu ihren Belangen an das Bezirksamt zu stellen. "In den meisten Berliner Bezirken hat die Senioren-BVV schon Tradition. Jetzt wird es Zeit, dass auch im Stadtbezirk mit dem höchsten Anteil an Senioren eine eigene BVV eingerichtet wird", sagt Karin Lau, Vorsitzende der Seniorenvertretung. Die Seniorenvertretung will älteren Bürgern des Bezirks die Möglichkeit geben, sich aktiv am sozialen, kulturellen gesellschaftlichen und politischen Leben zu beteiligen. So wie es im Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz formuliert ist.

In der Vorbereitung wurden 7000 Handzettel gedruckt. Sie müssen nun von den 17 Mitgliedern der Seniorenvertretung bis Ostern an alle Einrichtungen verteilt werden, die für Senioren relevant sind. Dazu gehören neben den Freizeitstätten, Rathäusern und Bürgerämtern auch Ärzte, Apotheken und Geschäfte.

Bis zum 14. Mai müssen alle Fragen und Anträge bei der Seniorenvertretung eingegangen sein. Wichtig ist, dass sie mit Namen und Anschrift des Antragstellers versehen sind. "Wir werden alles sammeln und bearbeiten, so dass die Anträge in ordentlicher Form an das Bezirksamt gehen können", sagt Lau.

Die Senioren können sich zu allen Themen äußern, die sie betreffen, die sie ärgern und wo sie Handlungsbedarf seitens des Bezirks sehen. Karin Lau rechnet mit Anträgen, die vor allem die Mobilität, die BVG, Barrierefreiheit, öffentliches Grün und bezahlbares Wohnen betreffen. "Diese Schwerpunkte werden auch immer wieder in unseren Sprechstunden an uns herangetragen", so Lau.

Bei der Senioren-BVV am 25. Juni werden Bürgermeister und Stadträte im Podium sitzen. Der Bezirksverordnetenvorsteher René Rögner-Francke wird wie bei der richtigen BVV auch die Senioren-BVV leiten. "Wir erwarten, dass auch Vertreter aus den Fraktionen kommen, um die Probleme der älteren Menschen mit in die Ausschüsse nehmen", sagt Karin Lau. Sie hofft auch, dass die Anträge von den Stadträten entsprechend ernst genommen werden und sich die Senioren-BVV als regelmäßige Veranstaltung im Bezirk etabliert und dann einmal im Jahr stattfindet.

Mehr Informationen zur Seniorenvertretung gibt es unter 902 99 33 18 (AB) oder Karin Lau unter 0172/312 86 39, E-Mail karin.lau@t-online.de oder montags von 10 bis 12 Uhr im Rathaus Lankwitz, Raum 002, Leonorenstraße 70.


Karla Menge / KM
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