Steglitz-Zehlendorf fördert elf Projekte mit insgesamt 3250 Euro

Steglitz-Zehlendorf. 22 Kinder und Jugendliche von elf Projekten aus dem ganzen Bezirk haben ihre Projektideen untereinander vorgestellt. Nach anregenden Diskussionen wurden unter ihnen 3250 Euro zur Umsetzung der Projekte verteilt.

Die einzelnen Projektideen waren dabei so unterschiedlich wie vielfältig: Ob ein Boxsack für Rollstuhlfahrer, ein Filmprojekt, das sich damit auseinandersetzen möchte wie Mädchen und wie Jungen ticken, der Ausbau eines "grünen Klassenzimmers", die Verschönerung eines Bauwagens oder für ein Farblabor die Schüler diskutierten miteinander, recherchierten Preise, wogen ab, fragten nach, tauschten Tipps aus, diskutierten über Einsparungen und einigten sich nach rund drei Stunden wie das Geld aufgeteilt werden soll. Für die Kinder und Jugendlichen war besonders wichtig, dass von den Projekten möglichst viele junge Menschen profitieren.

"Das Schöne ist, dass dieses Projekt immer mehr Anklang findet. Wir hatten noch nie so viele Anmeldungen wie dieses Mal", erklärt Janine Rittel, Sozialpädagogin und Moderatorin für Kinder- und Jugend-Beteiligungsprozesse. "Es war toll zu beobachten, dass sich jeder Einzelne eingebracht hat und niemand versucht hat, sich auf Kosten der anderen zu profilieren. Ich denke, dass wir Erwachsenen auch in diesem Punkt von den Kindern viel lernen können." Insbesondere die älteren Jugendlichen hätten stets versucht, die Jüngeren in die Diskussion mit einzubeziehen.

Zweimal im Jahr können Kinder und Jugendliche aus Steglitz-Zehlendorf sich für ihre Projekte einsetzen, miteinander diskutieren und einen Scheck über die verabredete Summe mit nach Hause nehmen. Voraussetzung ist, dass eine Projektgruppe aus mindestens drei Personen besteht, die alle zwischen zwölf und 21 Jahren jung sein müssen. Insgesamt konnten in diesem Jahr über 7000 Euro für die Projektarbeit von Kindern und Jugendlichen im Bezirk verteilt werden.

Janine Rittel: "Unsere Erfahrungen sind, dass die Jugendlichen sehr fair miteinander umgehen und in der Lage sind, ihre Anliegen mit richtig guten Argumenten zu untermauern. Auch deshalb sollten wir sie viel häufiger in Entscheidungsprozesse mit einbeziehen."


Michael Nittel / min
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