Karstadt kommt zurück: Neueröffnung im Tegel Quartier 2018

Berlin: Tegel-Center |

Tegel. Karstadt kehrt nach Tegel zurück. 2018 sollen sich die Türen des Warenhauses wieder an der Fußgängerzone Gorkistraße öffnen.

Niemand Geringeres als Karstadt-Chef Stephan Fanderl selbst teilte am 5. Juni mit, dass Karstadt ab 2018 mit rund 8800 Quadratmetern Verkaufsfläche Teil des neuen Tegel Quartiers werden wird. Das soll aus dem alten Tegel-Center entstehen, das mittlerweile der HGHI-Holding um den Immobilienentwickler Harald Huth gehört, der unter anderem „Das Schloss“ in Steglitz und die „Mall of Berlin“ am Leipziger Platz entwickelte.

Für den in den vergangenen Jahren kräftig durchgerüttelten Karstadt-Konzern ist die Neueröffnung einer Filiale eine Sensation. Zuletzt konnte das Unternehmen eine solche Nachricht vor mehr als 30 Jahren verkünden.

Die letzten Spuren von Karstadt, das schon in der 1930er-Jahren in Tegel vertreten war, verschwanden 2009. Damals schloss die dortige Hertie-Filiale, die Karstadt 2006 ersetzt hatte, im Zusammenhang mit der bundesweiten Hertie-Pleite. Mit dem nur von Zwischennutzungen überbrückten Leerstand sank die Attraktivität des Tegeler Zentrums, worüber Geschäftsleute wie Politiker gleichermaßen klagten. Es fehlte ein attraktives großes Haus in der Fußgängerzone, das auch den benachbarten Läden Kunden brachte. Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen verweist darauf, dass das damalige Management des Tegel-Centers von einem Verlust von bis 15 000 Kunden täglich durch die Schließung des Hertie-Hauses ausging.

Wettbewerb ankurbeln

Mit dem Wegfall von Hertie verlor das Tegel-Center auch einen Gegenpart zu den großen Filialisten, die in den nicht weit entfernten Hallen am Borsigturm locken.

Die besseren Zeiten, auch des Wettbewerbs der Center, sollen nun wiederkommen. Wenn 2018 Karstadt wieder öffnet, soll auch das gesamte ehemalige Tegel-Center dann als Tegel Quartier in neuem Glanz erstrahlen. Auf rund 50 000 Quadratmetern sollen dann mehrere Geschäfte und eben Karstadt ein Anziehungspunkt im Berliner Norden werden. Die Umbauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, das Investitionsvolumen bei rund 200 Millionen Euro liegen. CS
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