Einbruchsserie in Tempelhof gestoppt

Tempelhof. Nur wenige Stunden nach einem Einbruch in ein Tabakwarengroßlager in der Gottlieb-Dunkel-Straße im Tempelhofer Gewerbegebiet, klickten Anfang der vergangenen Woche im Nachbarbezirk Neukölln die Handschellen.

Der Polizei scheinen ein paar „dicke Fische“ ins Netz gegangen zu sein. Nach monatelangen Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit einer die Polizei in Atem haltenden Einbruchsserie in Großhandelsunternehmen, Elektro- und Möbelhäuser, konnten fünf Tatverdächtige nun von einer Polizei-Einsatzhundertschaft gestellt und festgenommen werden. Die Männer im Alter zwischen 18 und 33 Jahren sollen kurz zuvor in das Tempelhofer Tabakwarenlager eingebrochen sein und wurden beim Verladen der Diebesbeute in einen Kleintransporter beobachtet.

Die Tatverdächtigen konnten zwar zunächst mit ihrer Beute entkommen, aber die unmittelbar nach dem Bruch eingeleitete Fahndung führte schließlich kurzfristig zum Erfolg. Neben diversen Einbrüchen werden den mutmaßlichen Tätern auch mehrere Kraftfahrzeug-Diebstähle sowie fortgesetzter Tankdiebstahl vorgeworfen.

Beim Autoklau sind die Diebe besonders dreist vorgegangen. „Sie spähten Lieferfirmen aus, stiegen während des Lieferverkehrs jeweils in die Fahrzeuge ein, in denen der Zündschlüssel steckte, und fuhren davon“, berichten die Ermittler. Und im Polizeibericht heißt es wörtlich: „Der Bande, die aus Mitgliedern einer arabischen Großfamilie sowie aus dem Balkan stammenden Einbrechern besteht, werden derzeit 41 Straftaten vorgeworfen.“ Die Männer entwendeten unter anderem einen etwa 350 Kilogramm schweren Stahlschrank, den sie anschließend im Teltowkanal versenkten und den Polizeitaucher nur „mit hohem technischen Aufwand“ bergen konnten. Weitere Stahlschränke, zum Teil ungeöffnet, wurden in Kraftfahrzeugen gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Sachschaden sowie der Wert der Beute etwa um die 100 000 Euro betragen dürfte. Ein Teil der Beute konnte sichergestellt werden. Für den Abtransport benötigte die Polizei drei Lastwagen. HDK
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