IG City Weißensee verteilt Plakate und bedruckte Taschen

Carmen Dewald in ihrem Geschäft: Die Vorsitzende der IG City Weißensee startet mit ihren Mitgliedern eine Aktion für ein tolerantes Weißensee. (Foto: BW)

Weißensee. Die Interessengemeinschaft City Weißensee startet dieser Tage eine Aktion für ein weltoffenes und tolerantes Weißensee.

Vor zwei Jahren eröffnete in der Berliner Allee 11 ein Laden, in dem Bekleidung der Marke Thor Steinar verkauft wird. Dabei handelt es sich um ein Label, das besonders von Rechtsradikalen getragen wird. Deshalb gründete sich wenig später das Weißenseer Bündnis "Stoppt Thor Steinar". Dessen Ziel ist es, Menschen über dieses Label aufzuklären und auch eine Schließung dieses Ladens im Weißenseer Kiez zu erreichen. Diesem Bündnis gehören zahlreiche Weißenseer Vereine, Politiker und engagierte Bürger an. Gemeinsam mit diesem Bündnis entschloss sich jetzt die IG City Weißensee, eine Aktion für ein tolerantes und weltoffenes Weißensee zu initiieren."Wir drucken Plakate, Postkarten und Taschen, auf denen wir zeigen, das Weißensee ein weltoffener Ortsteil ist", erklärt Carmen Dewald, die Vorsitzende der IG City Weißensee. "Deshalb werden wir auch in unterschiedlichen Sprachen drucken lassen." Unter anderem wird auf Spanisch zu lesen sein: "Weißensee ist respektvoll! So die Botschaft von IG City Weißensee, dem Bündnis gegen den Thor-Steinar-Laden und dem Verein Für Weißensee, die sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Rassismus engagieren. In spanischer Sprache bedeutet respektvoll ,respetuoso‘". Es wird aber auch Postkarten, Plakate und bedruckte Taschen in vietnamesischer, polnischer, russischer, hebräischer und türkischer Schrift geben. So teilen die Gewerbetreibenden aus Weißensees Kunden und Besuchern mit, wie offenherzig, bunt, international und tolerant Weißensee ist.

Die Postkarten und Taschen werden demnächst in Geschäften entlang der Berliner Allee und in deren Seitenstraßen verteilt. "Wir denken, wir stoßen bei den Weißenseern mit dieser Aktion auf offene Ohren", sagt Carmen Dewald. "Wir wollen zeigen: Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus haben in Weißensee keinen Platz, und wir möchten ein Klima der Solidarität mit allen Menschen schaffen, die in Weißensee wohnen, baden oder einkaufen gehen." Gefördert wird die Aktion vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Infos auf www.weissensee-in-aktion.de.

Zur IG City Weißensee hatten sich 2000 Gewerbetreibende entlang der Berliner Allee und aus angrenzenden Straßen zusammengeschlossen. Die IG hat heute 20 aktive Mitglieder. Diese engagieren sich vor allem dafür, dass Weißensee und seine Haupteinkaufsstraße, die Berliner Allee, attraktiver werden. Unter anderem organisieren die Mitglieder jedes Jahr eine Weihnachtsbeleuchtung. Sie unterstützen die Vorbereitung und Durchführung des Weißenseer Blumenfestes sowie weitere Aktionen im Ortsteil.

Informationen zur IG City Weißensee gibt es im Internet auf www.city-weissensee.com.

Bernd Wähner / BW
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