Institut dokumentiert Gräber auf dem Jüdischen Friedhof

Die Gräber auf dem Jüdischen Friedhof wurden erstmals flächendeckend erfasst und dokumentiert. (Foto: Kahle)

Weißensee. Das Landesdenkmalamt Berlin und das Institut für Architektur, Fachgebiet Bau- und Stadtbaugeschichte der TU Berlin legen eine neue Publikation über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee, Herbert-Baum-Straße 45, vor.

Der Titel lautet "115 628 Berliner - Der jüdische Friedhof Weißensee - Dokumentation der flächendeckenden Erfassung der Grabstätten". Der seit 1880 angelegte Friedhof spiegelt die Parallelen und Brüche der deutsch-jüdischen Geschichte wieder. Das Institut für Architektur hat im Auftrag des Landesdenkmalamtes über 100 000 Grabstellen erstmals systematisch dokumentiert. Woher kamen die Mitglieder der Jüdischen Gemeinde zu Berlin? Welche Hinweise gibt es zur fortschreitenden Emanzipation der Berliner Juden? Seit wann und in welchem Umfang gingen die hebräischen Inschriften zurück? Aus welchem Material und von wem wurden die Grabzeichen gefertigt und in welchem Zustand haben sie überdauert? Welche Schlüsse lassen sich daraus für die Erhaltung des Friedhofs ziehen? Antworten auf diese und andere Fragen gibt die Dokumentation.Sie liegt gedruckt und digital vor und umfasst 110 Seiten und 60 farbige Abbildungen. Sie erschien in deutscher und englischer Sprache im Michael Imhof Verlag (ISBN 978-3- 86568-963-4) und kostet 7,80 Euro.

Die Dokumentation kann auch unter www.stadtentwicklung.berlin.de kostenlos heruntergeladen werden.

Michael Kahle / m.k.
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