Rockfest, eine Leiche und die Wilma-Rudolph-Oberschule

Wolfgang Gniffke schreibt als Josef Schley Kriminalromane. Der aktuelle spielt in Zehlendorf. (Foto: Ulrike Martin)

Zehlendorf. Mord statt Party: Mit „Rockfest“ legt Wolfgang Gniffke unter dem Autorennamen Josef Schley seinen zweiten Kriminalroman vor. Das Besondere daran ist der Zehlendorf-Bezug.

Die Story spielt an der Jim-Morrison-Schule. Vorbild ist die Wilma-Rudolph-Oberschule Am Hegewinkel. Dort unterrichtete Gniffke 1996 bis 2013 als Sportlehrer. „Das Rockfest gab es tatsächlich. Ich habe es zusammen mit den Schülern organisiert“, erzählt Gniffke. Die Festivalreihe hieß “Wilma rockt!“, lief von 2008 bis 2013.

2014 schied Gniffke aus dem Schuldienst aus. Er lebt seit 1978 in Berlin, derzeit in Wilmersdorf, arbeitete als Lehrer in Tempelhof, Schöneberg und Neukölln, bevor er zur Wilma-Rudolph-Schule kam. Sein Autorenpseudonym Schley hat er zu Ehren seiner verstorbenen Mutter gewählt, Josef ist sein zweiter Vorname."Die Lust am Schreiben hatte ich schon immer, die Zeit fand ich erst nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst.“

In "Rockfest" (2015, ISBN-13:978-3739292731) feiern Schüler und Lehrer das zweite Musikfestival an der Jim-Morrison-Schule als großen Erfolg. Ihre Freude findet ein jähes Ende, als beim Abbau der Musikanlage im Technik-Keller eine Leiche entdeckt wird. Das LKA Berlin übernimmt die Ermittlungen. In der Schule herrscht Aufregung und Angst, fast jeder – Schüler oder Lehrer – könnte der Täter sein.

Die realistischen Details bleiben in Gniffkes Roman nicht auf die Zehlendorfer Oberschule beschränkt. Der Autor lässt seine Protagionisten über den Holzungsweg zur Krummen Lanke, zum U-Bahnhof Oskar-Helene-Heim oder durch die Bruno-Taut-Siedlung laufen. Er verwendet auch Charakterzüge von ehemaligen Kollegen oder Schülern. „Über etwas zu schreiben, wozu ich persönliche Bezüge habe, liegt mir mehr als mich etwa auf historische oder aktuelle Fakten zu stützen.“

Die Verbindung zur Musik gibt es ebenfalls. Der Autor spielte jahrelang in der Band “Violet Rage“. Und als einer der „bestimmt Tausende von Krimis“ gelesen und zahlreiche Verfilmungen gesehen hat, erlaubt er sich einen Gag am Rande: „Ich habe mich Hitchcock-like als Sportlehrer Herr Gniffke in den Text geschlichen.“

Biografische Elemente hat er bereits im ersten Krimi verarbeitet. Eine Skireise nach Österreich mit seinen Schülern war der Auslöser für „Skifahrt“, erschienen 2013. „Es gab natürlich keinen Mord wie im Buch, aber ich konnte meine Eindrücke und Erlebnisse verarbeiten“, sagt Gniffke. uma

Mehr Informationen und Kontakt: josefschley@web.de und auf der Facebookseite „Josef Schley, Autor“
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