Bürger drängen auf Kompromiss zum Badeverbot für Hunde

Berlin: Rathaus Zehlendorf |

Steglitz-Zehlendorf:. Selten war der Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf bei einer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) so gut gefüllt wie am vergangenen Mittwoch, 18. Februar.

Zahlreiche Bürger kamen, um gegen das geplante Hundeverbot an Schlachtensee und Krumme Lanke zu protestieren. Das Gesetz soll am 15. Mai in Kraft treten. Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto (B’90/Grüne) sieht aufgrund der bestehenden Gesetzeslage keine Möglichkeit für einen Kompromiss. Diese Haltung wollen viele Hundehalter nicht akzeptieren. So warf Frank Kuehn von der Initiative "Hunde am Schlachtensee" in der Einwohnerfragestunde die Frage nach einem Leinenzwang anstelle eines kompletten Verbots auf. Einige Bürger konnten ihren Unmut trotz mehrfacher Ermahnung von BV-Vorsteher René Rögner-Francke kaum in Zaum halten. Nach der Einwohnerfragestunde ging die Diskussion vor den Türen des Bürgersaals weiter. Die Stadträtin suchte den direkten Dialog mit einer Gruppe von aufgebrachten Bürgern. Auch im Sitzungssaal wurde eine erregte Debatte der Fraktionen über das Hundeverbot geführt.

Die SPD-Fraktion plädiert weiterhin für mehr Bürgerbeteiligung und Transparenz sowie eine Aussetzung der Neuregelung. "Wir werden das Thema weiter aufnehmen, weil wir die Umsetzung, so wie sie ist, falsch finden" erklärte der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Buchta.

Im April 2015 will das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf über das Thema zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung einladen.


Stefanie Roloff / sr
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