Giftköderatlas im Netz

Nicht giftig, aber lebensgefährlich für Vierbeiner: Nägel in Hundefutter.

Steglitz-Zehlendorf. Rattengift, Nägel oder Rasierklingen in Fleisch- und Wurststücken tauchen immer wieder in Grünanlagen auf.

Um Hundehalter und Eltern mit Kleinkindern zu warnen, hat die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz in Zusammenarbeit mit dem Berliner Tierschutzbeauftragten Horst Spielmann jetzt einen interaktiven Giftköderatlas entwickelt. Auf der Onlineplattform sind die Orte der aktuellen Giftköderfunde vermerkt. Ebenso ist es möglich, selbst Funde zu melden. Der Tierschutzbeauftragte prüft die Eingaben und alarmiert das zuständige Bezirksamt, das den Fund beseitigen muss.

Nach 14 Tagen werden die Eingaben gelöscht, da die Köder dann meist nicht mehr auffindbar sind. In den vergangenen Wochen tauchten Giftköder im Grunewald sowie in Lichterfelde in der Bröndbystraße und am Frank-L.-Howley-Weg auf.

Wenn trotz aller Vorsicht ein Hund ein Stück vergiftetes Fleisch verschluckt hat, folgen Krämpfe, Atemnot und Erbrechen. Bei diesen Symptomen muss der Halter sofort zum Tierarzt.

Damit es nicht so weit kommt, hat die Stiftung Vier Pfoten (www.vier-pfoten.de) einen Tipp: dem Hund das Tauschen beibringen. Den Vierbeinern das Fressen von herumliegenden Sachen abzugewöhnen, ist meistens zum Scheitern verurteilt. Das Tier kann aber lernen, die gefundene Beute mit einem besseren Objekt zu tauschen – etwa mit einem Leckerli oder einem Lieblingsspielzeug. uma

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