Gewobag feiert Richtfest an der Kiefholzstraße

Richtfest für 98 Wohnungen, zu den Ehrengästen gehörten Bürgermeister Oliver Igel und Senator Andreas Geisel (rechts im Bild). (Foto: Ralf Drescher)

Alt-Treptow. Der Rohbau ist fertig und jetzt ging der Richtkranz hoch. Zu den Ehrengästen auf der Baustelle der Gewobag an der Kiefholzstraße gehörten Bürgermeister Oliver Igel und Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (beide SPD).

Seit der Grundsteinlegung im Sommer 2014 hat sich auf der Baustelle eine Menge getan. Entstanden ist eine Art Gartenhof, dem nur noch die Bepflanzung fehlt. Der Bauherr hat bewusst auf eine Blockrandschließung verzichtet, um den Zugang zum Grünzug Heidekampgraben zu gewährleisten. Es entstehen 98 Wohnungen mit Größen zwischen 40 und 100 Quadratmetern, rund 20 Prozent der Wohnungen werden zur Nettokaltmiete von 6,50 Euro pro Quadratmeter angeboten. Sie sind mit Parkett, Fußbodenheizung sowie Balkon oder Loggia ausgestattet. Ein Teil wird barrierearm gestaltet.

"Das ist das erste Richtfest für Wohnungen in meiner Amtszeit als Senator. In den nächsten Wochen stehen schon eine Reihe weiterer Spatenstiche und Richtfeste in meinem Terminkalender. Bis 2019 rechnen wir mit bis zu 250.000 neuen Bewohnern in Berlin. Wir müssen unsere Wohnungsbaupläne nach oben korrigieren", sagte Andreas Geisel, Senator für Stadtplanung und Umwelt, in seiner Rede.

Wie schon die Grundsteinlegung, war auch das Richtfest kulturell umrahmt. Nachdem der Richtkranz oben war, nutzten die Nachwuchsartisten vom Kinderzirkus Cabuwazi die Baustelle als Bühne. Das darf man durchaus wörtlich verstehen, selbst das Baugerüst musste für artistische Einlagen herhalten. Und die vermeintliche Bierflasche eines als Bauarbeiter verkleideten Künstlers erwies sich als echtes Feuerwasser für den Auftritt des Feuerspeiers. Ende September sollen die 98 Wohnungen an die Mieter übergeben werden. Die Gewobag, ein kommunales Wohnungsunternehmen mit 58.000 Mietwohnungen in Berlin und Brandenburg, lässt sich das Bauvorhaben rund 15 Millionen Euro kosten. Mit dem Neubau an der Kiefholzstraße 403 wird eine Lücke geschlossen, die alliierte Bomber am 21. Juni 1944 gerissen hatten.

In der DDR wurde das zerstörte Wohnhaus wegen seiner unmittelbaren Lage am Mauerstreifen nicht wieder aufgebaut.


Ralf Drescher / RD
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