Jantzen dauerhaft erkrankt: Bezirksamtskollegen vertreten Stadträtin

Charlottenburg-Wilmersdorf. Keine Aushilfe in Sicht: Nach einer plötzlichen Erkrankung von Elfi Jantzen (Bündnis 90/Grüne) mussten sich Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) und die anderen Bezirksamtsmitglieder auf eine interne Vertretung einigen. Schon jetzt arbeiten sie jeweils mehr als 60 Stunden pro Woche.

Damit haben die Personalsorgen in Folge von Arbeitsverdichtung nun auch die politische Spitze der Verwaltung erreicht. Jantzen, die als Stadträtin für Jugend, Familie, Schule, Sport und Umwelt eine Vielzahl von Ressorts leitet, sei "auf nicht absehbare Zeit erkrankt", teilte Naumann jetzt öffentlich mit. Eine Vertretungsregelung, "die eigentlich nur auf einen größeren Schnupfen ausgelegt ist", werde damit zum Dauerzustand - denn externe Hilfe sei nicht zu erwarten.

Die Abteilungen Natur- und Umwelt übernimmt Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) und das Jugendamt berichtet an Immobilien- und Kulturstadträtin Dagmar König (CDU). Bei Bedarf vertreten sich König und Schulte in ihren Ausschüssen gegenseitig, während Naumann mit seinem stellvertretenden Bürgermeister Carsten Engelmann (CDU) ein "Tandem" bildet.

Angesichts dieses Dauerausnahmezustands bittet Naumann um Sensibilität, wenn es darum geht, weitere Belastungen an das Bezirksamt heranzutragen. Jantzen wünschen er und die BVV gute Genesung.


Thomas Schubert / tsc
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