Kirchenkreise feiern ihre Fusion zum Jahresbeginn

Harmonisch vereint: Genralsuperintendentin Ulrike Trautwein beging die Fusion der Kreise mit einem Neujahrsgottesdienst in der Auenkirche. (Foto: tsc)

Charlottenburg-Wilmersdorf. Aus zwei wird eins: Wie die Alt-Bezirke im Jahre 2001, so kamen die eigenständigen Bereiche der evangelischen Kirche nun unter ein gemeinsames Dach. Doch trotz Harmonie werden die Herausforderungen nicht kleiner.

Er umfasst nahezu das gesamte Gebiet des Bezirks. Er gehört zu den mitgliedsstärksten Zusammenschlüssen in ganz Berlin. Und er funktioniert von Beginn an reibungslos: In der Auenkirche feierte der neu gegründete Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf einen Start vor voll besetzten Bänken.

Im Rahmen des Neujahrsgottesdienstes fand Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein anerkennende Worte für eine Art von Verschmelzung, die eigentlich nie ohne Knirschen gelingt. Verlustängste und Forderungen zur Identitätsbehauptungen seien in diesem Fall entgegen aller Befürchtungen ausgeblieben, sagte Trautwein. "Immer wenn ich in den vergangenen Monaten nachgefragt habe, wie die Fusion vorankommt, hörte ich nur: Alles gut." Mit der Vereinigung der Kirchenkreise Charlottenburg und Wilmersdorf sei eine "Wunschfusion" und "Liebesverbindung" vorbildlich geglückt.

Wie wichtig es ist, dass eine Fusion möglichst ausgewogen vollzogen wird, das betonte der stellvertretende Bürgermeister Carsten Engelmann (CDU) und legte seine Erfahrungen mit der Vereinigung von Charlottenburg und Wilmersdorf zugrunde. So sei es das richtige Zeichen, dass die bisherigen Superintendenten bis 2015 zunächst gemeinsam die Geschicke leiten.

Im gemeinsamen Sitz, der Superintendentur an der Wilhelmsaue 121, arbeiten Harald Grün-Rath (bisher zuständig für Wilmersdorf) und Carsten Bolz (bislang verantwortlich für Charlottenburg) schon seit vergangenem November Seite an Seite. Energie gemeinsam nutzen statt sie zu verschwenden - dies betrachtet Bolz als entscheidenden Vorzug gegenüber der Eigenständigkeit. Man dürfe aber niemanden aus dem Blick verlieren, warnte er vor Einschnitten.

Weil Kirchenkreise künftig immer mehr Verantwortung übernehmen müssen, begrüßt auch Grün-Rath die Konzentration der Kräfte. Und bei der Annahme, dass die Einkünfte aus der Kirchensteuer eher sinken werden, sei das die eigentliche Herausforderung der kommenden Jahre. Grün-Rath bleibt optimistisch: "Egal wie es kommt - wir wollen beweglich bleiben."


Thomas Schubert / tsc
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