Grüne Lunge ist fertig: Bau des Spektegrünzuges dauerte mehr als 40 Jahre

Die gepflasterten Wege können Fußgänger und Radfahrer benutzen. (Foto: Ulrike Kiefert)
 
Carsten-Michael Röding (rechts) und Landschaftsarchitekt Martin Janotta vom Planungsbüro Fugmann Janotta und Partner. (Foto: Ulrike Kiefert)

Falkenhagener Feld. Die ersten Pläne gab es schon 1973. Heute, 43 Jahre später, ist der Spektegrünzug mit dem letzten der acht Bauabschnitte endlich fertig.

Der Spektegrünzug ist vollendet und damit ein Mammutprojekt des Bezirks. 43 Jahre hat es gedauert, den fünf Kilometer langen und rund 80 Hektar großen Park quer durch urbanes Gebiet herzustellen. Wie gut das gelungen ist, gab es bei einem Spaziergang auf dem letzten Teilabschnitt zwischen Zeppelinstraße und Bötzowbahn zu entdecken, zu dem Stadtentwicklungsstadtrat Carsten-Michael Röding (CDU), beteiligte Ämter und Planer kürzlich die Spandauer eingeladen hatten. Natürlich und artenreich kommt der Grünzug dort jetzt daher. Mit Staudeninseln und Feuchtbiotopen, Wiesen und Regenrückhaltebecken zum Schutz bedrohter Arten wie der Knoblauchkröte, sich kreuzenden Wegen, die Fußgänger und Radfahrer nutzen können, mit Spielplätzen, Kletterfelsen und Kleingärten.

Die ersten Pläne für den Spektegrünzug gab schon vor 1973 im damaligen Gartenbauamt, wusste Stadtrat Röding zu berichten. Im selben Jahr wurden die Bauplanungsunterlagen dann abgeschlossen und zehn Jahre später noch einmal komplett überarbeitet. Als erstes Teilstück begann der Ausbau dann im Bereich des Großen Spektesees und der Landesgrenze zu Brandenburg, der bis 2013 dauerte. Ab 2002 erfolgte parallel dazu der Abschnitt zwischen Zeppelinstraße und Hohenzollernring, finanziert von der Deutschen Bahn als Ersatzmaßnahme für den Ausbau der ICE-Trasse (Berlin-Hamburg) im Bezirk. 2005 wurde die dritte Bauplanungsunterlage für den Abschnitt zwischen Bötzowbahn und Zeppelinstraße aufgestellt. Doch das Bereitstellen der Finanzmittel im Haushalt verzögerte sich und so konnten erst drei Jahre später die drei geplanten Spielplätze und Ersatzparzellen für die etwa 20, teilweise unter Protest geräumten Kleingärten mit Fördermitteln aus dem Stadtumbau West realisiert werden. Schwierige Verhandlungen um den Ankauf noch benötigter Grundstücke verzögerten die Sanierung des Spektegrünzuges bis 2011/12. Danach begann auf den öffentlich frei gegebenen Grundstücken der jetzt abgeschlossene Landschaftsbau in vier Teilabschnitten. Bis 2018 wird jetzt noch der Spektesee zu einem Badegewässer umgebaut und das Ufer ökologisch aufgewertet. Dort wird es dann eine offizielle Badestelle mit Nichtschwimmerbereich und umzäunter Liegewiese geben.

Der Bau des Spektegrünzuges kostete ohne Ausgleichsbetrag der Bahn mehr als 13 Millionen Euro, davon flossen 3,5 Millionen in den letzten, jetzt fertig gestellten Bauabschnitt. 1,4 Millionen Euro teuer wird die Aufwertung des Spektesees. Inklusive der Bahn-Mittel schätzt Stadtrat Röding die Gesamtkosten auf mindestens 25 Millionen Euro.

Der Spektegrünzug verläuft in West-Ost-Richtung und trägt laut Bezirksamt zur „Frischluftzufuhr“ in die Stadt bei. Ein Pflasterweg im Süden und ein breiter Fuß- und Radweg im Norden verbinden die Landesgrenze mit dem Hohenzollernring und diesen weiter über den Ramingrünzug und den Münsinger Park mit dem Rathaus Spandau. uk
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