Wichernplakette verliehen: Berliner Diakonie zeichnete Paul-Gerhardt-Gemeinde aus

Mit der „Johann Hinrich Wichern-Plakette“ zeichnet das Diakonische Werk jedes Jahr herausragendes soziales Engagement aus. (Foto: Diakonisches Werk)
Berlin: Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde |

Falkenhagener Feld. Über eine besondere Anerkennung kann sich die evangelische Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde freuen. Für ihre sozialen Angebote im Mehrgenerationenhaus (MGH), Im Spektefeld 26, zeichnete das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) am 1. Juli bei ihrem Sommerempfang die Gemeinde mit der „Wichernplakette“ aus.

Die 1990 von der Staatlichen Porzellan-Manufaktur Meißen in limitierter Anzahl für die Berliner Diakonie gefertigte „Johann Hinrich Wichern-Plakette“ verleiht das DWBO jedes Jahr als Dank für herausragendes Engagement für den Nächsten im Geist Johann Hinrich Wicherns (1808-1881). Die Plakette trägt sein Bildnis. Er gilt als Begründer der Inneren Mission.

„Als solchen sieht das DWBO die soziale Arbeit im MGH der Paul-Gerhardt-Gemeinde“, sagte DWBO-Vorsitzende Barbara Eschen. So hat die Gemeinde mit diesem Haus 2009 einen Ort geschaffen, an dem sich alle Generationen treffen und austauschen können. Menschen verschiedenster Herkunft lernen sich über kulturelle Grenzen hinweg kennen. Das Haus ist offen für alle, unabhängig von Alter, Konfession, Kultur und Nationalität.

Eines der Hauptziele des MGH ist es, die Lebensqualität im Falkenhagener Feld etwa durch Kultur-, Beratungs- und Bildungsangebote zu verbessern. Zu den vielen Angeboten gehört etwa „Das Café“. Für dessen Betrieb sorgen rund 40 Ehrenamtliche. Mit seinen sozialverträglichen Preisen ist es inzwischen ein zentraler Treffpunkt für Jung und Alt im Falkenhagener Feld geworden.

Mit der Ausgabestelle „Laib und Seele“ sorgen zudem die ehrenamtlichen Mitarbeiter wöchentlich für die Versorgung von rund 180 Haushalten mit Lebensmitteln. Auch die Nachbarschaftsbörsen sind ein wichtiger Bestandteil im MGH. Mehrmals im Jahr gibt es Kinderkleider-, Spielzeug- und Bücherbörsen. Nicht zu vergessen ist auch die jährliche Bücherbörse für Leseratten mit kleinem Budget.

Das Projekt Power Girls, das Bewegung auf tänzerische Weise fördert, hat seit vielen Jahren seine Heimat in der Gemeinde und wird ebenfalls überwiegend ehrenamtlich geführt. Der Schultreff bietet Grundschulkindern nach der Schule ein warmes Mittagessen und unterstützt sie bei den Hausaufgaben. „Der größte Schatz der Kirchengemeinde sind bei allen Angeboten die rund 200 ehrenamtlich Tätigen, die diese Arbeit leisten“, würdigte Ulrich Seelemann, Vorsitzender des Diakonischen Rats des DWBO, deren Einsatz. „Die hier geleistete Arbeit schätze ich sehr“, bekräftigte der ebenfalls anwesende Bürgermeister Helmut Kleebank (SPD). Ud
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