Kein illegaler Abriss: CG-Gruppe verweist auf Genehmigung

Friedrichshain. Die CG-Gruppe hat sich gegen Vorwürfe gewehrt, sie hätte Gebäude auf dem Grundstück Rigaer Straße 71-73 ohne Baurecht abgerissen.

Dafür seien von den zuständigen Behörden, insbesondere der Bauaufsicht und dem Denkmalamt, Genehmigungen erteilt worden, erklärte der Investor in einer Stellungnahme. Auch habe es eine frühzeitige Information über den Abbruch gegeben. Ein Grund für dieses Vorgehen sei die aktute Einsturzgefahr gewesen.

Die CG-Gruppe betont außerdem, dass für das Grundstück ein gültiges Baurecht nach Paragraf 34 bestehe. Trotzdem werde gleichzeitig auch noch ein Bebauungsplanverfahren durchgeführt, um die "kieztypische Nutzung" zu sichern.

Die baurechtliche Gemengelage scheint hier nicht ganz einfach zu sein, wie auch Nachfragen in einer Sondersitzung des Stadtplanungsausschusses am 20. Juli ergaben. Der Paragraf 34 bezieht sich vor allem auf den Wohnungsbau. Mit dem B-Planverfahren soll vor allem der Bestand der bisherigen Gewerbe- und Kulturnutzer gesichert werden, namentlich der weitere Verbleib des Bildungsträgers BUF sowie des Vereins Stadtraumnutzung.

Sie sollen nach Fertigstellung des neuen Quartiers mit rund 130 Wohnungen Räume zu günstigen Konditionen beziehen können, unterstrich CG ebenfalls noch einmal. Während der Bauarbeiten bekämen sie Ersatzräume zur Verfügung gestellt.

Nicht nur wegen des schnellen Abrisses der Betandsgebäude gibt es Ärger um dieses Vorhaben. Dem Investor wird außerdem vorgeworfen, er leiste hier der Gentrifizierung Vorschub (wir berichten). Für CG-Chef Christoph Gröner handelt es sich dagegen um ein "soziales Projekt". Er vertreibe keine Mieter, sondern schaffe vielmehr Wohnraum, der für viele Menschen erschwinglich sei. tf
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