Ausstellung zu DDR-Denkmälern

Friedrichshain. Die DDR war voll gepflastert mit Mahnmalen oder Gedenktafeln, die an die Arbeiterbewegung, verdiente Genossen oder antifaschistische Widerstandskämpfer erinnerten.

Knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Ende des SED-Staates stehen viele dieser Zeugnisse, sofern noch vorhanden, in einem ganz anderen Kontext. Darum geht es in der Ausstellung "Lieber Anton, lieber Ernst", die im Projektraum der "Alten Feuerwache", Marchlewskistraße 6, zu sehen ist.

Die Fotografinnen Regina Weiss und Anja Maier haben ehemalige Gedenkorte in Berlin und Brandenburg aufgesucht und ihr heutiges Aussehen mit der Kamera festgehalten. Sie sind in ihrer Gestalt verändert, von Unkraut überwachsen, oder ein kaum beachteter Solitär in einem völlig neuen Umfeld. Etwa am Bahnhof Friedrichstraße, wo sich eine Tafel, die an den Tod zweier junger Soldaten zum Ende des zweiten Weltkriegs erinnert, inzwischen an der Vorderfront eines Schnellrestaurants befindet.

Zu sehen ist die Ausstellung bis 21. September, Dienstag bis Donnerstag von 14 bis 19, Freitag und Sonnabend, 14 bis 20 Uhr.


Thomas Frey / tf
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