Sieben Millionen extra: Vor allem Schulen profitieren vom Sonderprogramm des Senats

Friedrichshain-Kreuzberg. Dass in Berlin viele öffentliche Gebäude, Straßen oder Sportanlagen marode sind, hat sich mittlerweile bis zur Landesebene herumgesprochen. Etwas Besserung soll jetzt "Siwa" bringen.

Die Abkürzung steht für "Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt" und hat insgesamt einen Umfang von 108 Millionen Euro. 70 Prozent des Geldes werden direkt an die Bezirke vergeben, bei den restlichen 30 Prozent bestimmt der Senat, wofür es verwendet wird. Der Löwenanteil der Gesamtsumme, nämlich 79 Millionen, soll in die Schulsanierung fließen. Umgerechnet auf Friedrichshain-Kreuzberg heißt das: Der Bezirk kann aus diesem Topf mit mehr als sieben Millionen Euro rechnen, von denen wiederum knapp fünf Millionen an die Schulen gehen.

Standorte zu finden, in denen das Programm verbaut wird, war nicht allzu schwer. "Wir haben schon vor einigen Jahren einen Investitionsrückstau von rund 50 Millionen an unseren Schulgebäuden errechnet", sagt der zuständige Stadtrat Dr. Peter Beckers (SPD). Angemeldet aus diesem Topf wurden zum Beispiel die Sanierung der Hausburg-Grundschule, was 1,4 Millionen Euro kosten wird. Noch teurer, nämlich 1,6 Millionen Euro, werden die Arbeiten an der Sporthalle der Jens-Nydahl-Grundschule. 800 000 Euro gehen an die Galilei-Grundschule, weitere kleinere Beträge im sechsstelligen Bereich außerdem an die Reinhardswald-, Thalia- und Bürgermeister-Herz-Grundschule.

Ebenfalls Teil des Pakets ist das sogenannte Toilettengeld, von dem jeder Bezirk rund eine Million Euro erhält. Friedrichshain-Kreuzberg saniert damit für 600 000 Euro die Sanitäranlagen in der Otto-Wels- und für 400 000 Euro an der Charlotte-Salomon-Grundschule. Dazu kommen weitere mehr als zwei Millionen Euro, die für andere Investitionen eingesetzt werden können. Zum Beispiel für Sportanlagen, Grünflächen oder Straßen.

Außerdem hofft der Bezirk, dass er auch bei den direkt vom Senat vergebenen Mitteln profitiert. Auch hier nicht zuletzt für den Schulbereich. Damit sollen unter anderem sogenannte "Mobiler Ergänzungsbauten" an verschiedenen Standorten errichtet werden. Etwa für die Spartacus- oder die Thalia-Grundschule.


Thomas Frey / tf
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