„Wir können viel mehr“: Berliner SC liegt hinter den Erwartungen zurück

Der Berliner SC – hier Andre Schiller (schwarz) – trennte sich in einem kuriosen Spiel vom TuS Makkabi mit 2:2-Unentschieden. (Foto: Michael Nittel)
Berlin: Sportplatz Hubertusallee |

Grunewald. Der Berliner SC kam am 20. November im Duell der Berlin-Liga gegen den Aufsteiger TuS Makkabi nicht über ein 2:2 (0:0)-Remis hinaus. Zwar führten die Gastgeber bis zur 89. Minute mit 2:1. Doch ausgerechnet der ehemalige BSC-Angreifer Talal Hamo sicherte mit seinem Tor den Gästen einen hochverdienten Punkt.

Während Makkabi-Coach Frank Diekmann trotz des späten Treffers zum Endstand klare Feldvorteile und die zahlreicheren Chancen auf Seiten seines Teams gesehen hatte, sprach BSC-Trainer Andreas Weiß von einem leistungsgerechten Remis: „Nimmt man allein die zweite Halbzeit als Maßstab, so lagen die Vorteile nach dem Wechsel bei Makkabi, in den letzten 20 Minuten aber wieder bei uns, so dass der Ausgleich in der Schlussminute zwar sehr ärgerlich ist, das Remis letztlich aber in Ordnung geht.“

Westend machte Dampf

Emre-Eyüp Önal hatte die Gastgeber in Front geschossen, TuS-Angreifer Hamo noch vor der Pause ausgeglichen. Nach dem Wechsel machte der Aufsteiger aus dem Westend – wie auch Coach Weiß attestierte – viel Dampf. Das Tor aber schoss der BSC: Necmi Ulucay jagte das Leder mit einer herausragenden Schusstechnik zehn Minuten vor dem Abpfiff aus rund 16 Metern in die Maschen des Gästetores. Im Anschluss nahm der TuS Makkabi eine taktische Änderung vor, machte wieder mehr Druck, öffnete den BSC-Angreifern aber auch Räume. Doch die Gastgeber spielten ihre Konter nicht gut aus und verpassten es somit, die Partie vorzuentscheiden. Und so kam, was kommen musste: Nach einem Foul an Kenta Sato entschied Schiedsrichter Marcel Richter auf Elfmeter, den Hamo zum Endstand verwandelte.

Ausfälle kompensieren

Mit vier Siegen, drei Remis und sechs Niederlagen rangiert der BSC in der Tabelle in Berlins höchster Spielklasse mit 15 Punkten momentan nur auf Platz elf. Zu wenig, wie auch Coach Weiß befand: „Wir können viel mehr. Das steht außer Frage. Diese Mannschaft könnte, von ihren fußballerischen Möglichkeiten her, locker im oberen Drittel der Tabelle mitspielen.“ Doch Woche für Woche müssten immer wieder zahlreiche Ausfälle kompensiert werden: Viele Spieler sind verletzt oder gesperrt oder im Urlaub. „Wir haben zwar genug Jungs im Kader. Aber wir haben immer wieder Ausfälle zu beklagen, die qualitativ nicht adäquat ersetzt werden können.“ Coach Weiß räumte in diesem Zusammenhang dann übrigens noch mit dem Vorwurf auf, dass sein BSC zu hart zu Werke gehen würde. Zwar sei man in der Fairnesstabelle der Berlin-Liga auf dem 18. und damit letzten Platz. Jedoch: „Das liegt nicht daran, dass wir knüppeln wie die Kesselflicker. Wir spielen Männerfußball. Und da geht es auch mal zur Sache. Und bei allen Roten Karten, die wir in dieser Saison bekommen haben, wurde die Strafe letztlich gemindert oder sogar ausgesetzt.“ Und wer nun glaubt, Andreas Weiß hege einen Groll gegen die Schiedsrichter dieser Welt – weit gefehlt. Trotz des Elfmeters gegen sein Team in der Schlussminute, betonte der BSC-Coach abschließend: „Der Schiedsrichter der heutigen Partie hat eine richtig gute Leistung gebracht!“ min
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