Mozart-Schule mit neuem kommissarischen Schulleiter

Berlin: Wolfgang-Amadeus-Mozart-Schule |

Hellersdorf. Die Probleme mit Gewalt an der Mozart-Schule halten an. Die Eltern warten immer noch auf den Runden Tisch mit Bildungsverwaltung, Bezirk, Schulleitung und Lehrern.

Der Runde Tisch sollte eigentlich schon im Februar einberufen werden, wurde dann aber auf März verschoben. Ende Februar setzte die Bildungsverwaltung des Senats Gerald Miebs, den Leiter der Neuköllner Walter-Gropius-Schule, kommissarisch als neuen Schulleiter ein. Er will sich zunächst ein klares Bild von der Lage verschaffen, bevor er über sein Konzept sprechen will. „Dafür haben wir Verständnis, aber die Zeit drängt“, sagt Elternsprecher Francesco Malo.

Er hatte in einem offenen Brief an das Schulamt die Zustände an der Mozart-Schule öffentlich gemacht. Seit Längerem ist ein regulärer Unterricht kaum noch möglich. Viele Schüler sind verhaltensauffällig, Gewalt gehört zum Schulalltag.

Die Lehrer weichen den Problemen aus oder melden sich krank. Von 80 Lehrern waren Anfang März 17 krankgeschrieben. Die Verhältnisse waren dem Schulamt schon seit Längerem bekannt. Jeder dritte Lehrer hatte eine Überlastungsanzeige beim Schulamt gestellt, auch die ausgewechselte Schulleiterin.

„Da muss man die Frage stellen, warum das Schulamt solange nicht reagiert hat“, sagt Regina Kittler, Bildungspolitische Sprecherin der Linken im Abgeordnetenhaus. Die Bildungsverwaltung habe versagt. Die Probleme ließen sich nicht allein im sozialen Umfeld der Schüler suchen, das bei der Mozart-Schuler sicher besonders problematisch sei.

Schulleiter Miebs ist ein erfahrener Pädagoge und kennt aus Neukölln soziale Probleme in der Elternschaft. Er soll bis Schuljahresende ein Konzept auch für die Mozart-Schule entwickeln. Danach kehrt er an die Gropius-Schule zurück.

Wie die Gropius-Schule ist die Mozart-Schule eine Gemeinschaftsschule. Das Schulmodell funktioniert jedoch in Hellersdorf nicht. Von den rund 100 Schülern der insgesamt vier sechsten Klassen will nur ungefähr jeder dritte Schüler auch an der Mozart-Schule in der Sekundarstufe weiterlernen. Nur vier Schüler aus anderen Grundschulen haben sich hier für die siebenten Klassen angemeldet. hari
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