Kulturring feiert 25-jähriges Bestehen im Stadtteil

Antje Mann vom Kulturring stellt den Ballettsaal im Kulturforum vor. Das Parkett und die Fenster sollen im Zuge der Sanierung erneuert werden. (Foto: hari)
Berlin: Kulturforum Hellersdorf |

Hellersdorf. Das Kulturforum beging Mitte Februar den 25. Jahrestag seiner Eröffnung. Mit neuen Veranstaltungsreihen will es in diesem Jahr seine Stellung als wichtiger Standort für Kultur im Bezirk ausbauen.

Im April will der Filmklub im Kulturforum, Carola-Neher-Straße 1, seine Arbeit aufnehmen. Die erste Reihe von Veranstaltungen wird sich mit Frauen als Dokumentarfilmerinnen beschäftigen. Außerdem wird die Reihe „Kulturcafé im Sommergarten“ in den Sommermonaten wieder aufgenommen. Geplant sind Lesungen und Konzerte. Im Sommergarten soll es während der IGA Ausstellungen zum Garten und Gärtnern geben.

Damit knüpft der Träger, der Kulturring Berlin, an die seit Jahren oder Jahrzehnten erfolgreich laufenden Veranstaltungsreihen an. Eine der ältesten ist der „Helle Salon“, bei dem Länder mit ihren unterschiedlichen Kulturen vorgestellt werden. Höhepunkt sind Auftritte von Künstlern aus dem jeweiligen Land. Eine der jüngeren sehr erfolgreichen Veranstaltungsreihen ist „Lukas Natschinski & Friends“, bei der Jazzmusik von Talkrunden begleitet wird.

„Das Kulturforum ist der zentrale Anlaufpunkt für Kunst im Stadtteil“, sagt Antje Mann, Bereichsleiterin für Marzahn-Hellersdorf beim Kulturring. Der Verein betreibt im Bezirk außerdem noch das Tschechow-Theater. Das Kulturforum ist ein Veranstaltungsort für alle künstlerischen Gattungen, vom Kindertheater „Zimbelzambel“ über Ausstellungen von Künstlern bis zu Kabarett- oder Tanzveranstaltungen. Es ist die Heimstatt das Theater- und Tanzensembles T&T und in seinem kleinen Ballettsaal proben Tanzgruppen.

Ursprünglich war das Gebäude als Jugendklub geplant, der auch als Wohngebietsklub und für die Schülerspeisung genutzt werden sollte. Nach der Wende 1989 änderte sich die Nutzung in Richtung Kultur. Am 15. Februar 1992 konnte die Eröffnung gefeiert werden. Es wurde zunächst als kommunale Einrichtung betrieben, bis 2003 der Kulturring die vollständige Verantwortung übernahm.

Das Dach bereitete während der zurückliegenden Jahre dem Betreiber immer wieder Probleme und die Heizung ist überaltert. Es kam zu Rohrbrüchen mit Wasserschäden. Auch die Toiletten und Wasserleitungen sind marode. Das Parkett im Ballettsaal ist dringend erneuerungsbedürftig.

Zum Jubiläum hat das Bezirksamt die Sanierung des Gebäudes versprochen. Es sollen rund 1,4 Millionen Euro aus dem Programm Stadtumbau Ost zur Verfügung gestellt werden. Nach den Bauplanungen soll der Hauptteil der Arbeiten 2019 erledigt werden. „Es gab schon erste Gespräche, aber Konkretes wissen wir noch nicht“, erklärt Mann. Es sei auch nicht auszuschließen, dass das Haus dann zeitweilig geschlossen und der Kulturring mit seinen Angeboten umziehen muss. hari
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