Wohnprojekt für jugendliche Flüchtlinge gestartet

Mark Mayos und Karsta Pfützner betreuen jugendliche Flüchtlinge in dem Wohnprojekt der JaKuS gGmbH. (Foto: hari)

Hellersdorf. Derzeit wohnen im Bezirk rund 3000 Flüchtlinge. Unter ihnen sind 80 unbegleitete jugendliche Flüchtlinge.

Seit Jahresbeginn gibt es ein spezielles Wohnprojekt für jugendliche Geflüchtete in Hellersdorf. Es wird von der JaKuS gGmbH betrieben. Die Deutsche Wohnen hat dafür eine ihrer Wohnungen zur Verfügung. Vorerst teilen sich drei Jugendliche die Wohnung. Ihre Integration ist eine besondere Herausforderung. Sind sie doch ohne Eltern und ohne Familie nach Deutschland gekommen.

„Wir können an unsere Erfahrungen bei der Betreuung von deutschen Jugendlichen anknüpfen, die außerhalb ihrer Familien leben“, sagt JaKuS-Geschäftsführer Frieder Moritz. Die Jugendarbeit Kultur und Soziale Dienste gGmbH (JaKuS) ist ein Träger der Arbeit mit Jugendlichen in Berlin, der mit den unterschiedlichsten Projekten in fast allen Berliner Bezirken tätig ist. In Marzahn-Hellersdorf betreibt er beispielsweise ein Projekt für ambulante Hilfen für Familien und für betreutes Einzelwohnen für Jugendliche in der Kölpiner Straße. Auch in vielen deutschen Familien gebe es schwierige Verhältnisse, erklärt der JaKuS-Geschäftsführer. Dann seien Jugendliche früh auf sich gestellt und benötigten Unterstützung bei den ersten Schritten in ein selbstständiges Leben. Bei jugendlichen Flüchtlingen sind die Probleme anders und schwerer. Sie kommen in ein fremdes Land, in eine ihnen fremde Kultur. Neben dem Erlernen einer fremden Sprache, müssen fremde Sitten und Gebräuche verstanden und vielfach neue, andere Regeln akzeptiert werden. Wie andere Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern seien die Jugendlichen oft traumatisiert, durch Gewalterfahrungen geprägt.

Im Hellersdorfer Wohnprojekt werden die drei Jugendlichen von zwei Mitarbeitern der JaKuS betreut. Einer dieser Betreuer ist Mark Mayos. Der Syrer kam vor elf Jahren nach Deutschland, um Sportwissenschaft zu studieren. Danach arbeitete er als Sportlehrer auf Honorarbasis und Basketballtrainer. Mit ihm arbeitet in dem Projekt die Sozialpädagogin Karsta Pfützner zusammen. hari
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