Bürgerhaushalt 2016/2017 befindet sich auf der Zielgeraden

Karsten Mühle, Leiter des Stadtteilzentrums "Kompass", entnimmt der Sammelbox im Foyer neue Vorschläge zum Bürgerhaushalt 2016/17. (Foto: hari)

Hellersdorf. Die Vorschlagsrunde für den Bürgerhaushalt 2016/17 geht am 30. November zu Ende. Bis dahin müssen alle Vorschläge im Internet eingegeben oder in den Stadtteilzentren abgegeben sein.

Die Stadtteilzentren sind für die Organisation des Bürgerhaushaltes zuständig. Im Bezirk gibt es neun Stadtteile und die entsprechende Zahl von Stadtteilzentren. Die Organisation der Teilnahme von Kindern und Jugendlichen am Bürgerhaushalt hat das Kinder- und Jugendbüro übernommen.

In jedem Stadtteilzentrum gibt es eine Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt. Diese fungiert als Ansprechstelle für die Anwohner, bietet Sprechstunden zum Bürgerhaushalt an und organisiert im Rahmen des Bürgerhaushalts Kiezspaziergänge. In jedem Stadtteilzentrum soll eine Sammelbox gut sichtbar stehen, in die Anwohner ihre Vorschläge auf Zetteln einreichen können.

Karsten Mühle, Leiter des Stadtteilzentrums "Kompass", Kummerower Ring 42, nimmt einige Vorschlagszettel aus der Sammelbox. "Sie wird mindestens einmal in der Woche geleert, spätestens vor Beginn der wöchentlichen Sitzung der Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt", erklärt er. Die Arbeitsgruppe sichtet die Vorschläge und reicht diese an das Bezirksamt weiter.

Beim zurückliegenden Bürgerhaushaltsverfahren im Jahr 2012 gingen 19 Vorschläge von Bürgern aus dem Stadtteil ein. Mühle rechnet damit, dass bis zum 30. November etwa die gleiche Zahl auf der Liste zur Abstimmung stehen wird.

Die meisten Vorschläge beschäftigen sich mit dem Lebensumfeld der Menschen und Verkehrsproblemen. "Ein Fahrstuhl am U-Bahnhof Kaulsdorf-Nord oder der Ausbau eines Fahrradweges sind zum Beispiel Ideen aus dem Stadtteil", sagt Mühle.

Leiterin der Arbeitsgruppe Bürgerhaushalt im Stadtteilzentrum ist Erika Preußer. Ihre Erfahrung ist, dass die Menschen es grundsätzlich gut finden, dass sie Vorschläge für den Bürgerhaushalt machen können. "Andererseits sinkt jedoch die Bereitschaft, sich in den Arbeitsgruppen ehrenamtlich für den Bürgerhaushalt zu engagieren", bedauert sie.

Anscheinend sei das Verfahren für viele immer noch zu kompliziert und Erfolge zu wenig greifbar. Erika Preußer: "Wir diskutieren über Dinge, die in zwei oder drei Jahren umgesetzt werden, wenn überhaupt."

Mehr Informationen zum Bürgerhaushalt unter www. mischen-sie-mit.de.

Harald Ritter / hari
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