Rasche Lösung: Schulbau im Schnellverfahren

Der Modulbau wurde aus Betonfertigteilen errichtet. (Foto: Ralf Drescher)

Altglienicke. Die Grundschule am Berg steht seit über 100 Jahren an der Köpenicker Straße. Jetzt wurde das Schulgebäude aus der Kaiserzeit erweitert.

Der Neubau hebt sich farblich und architektonisch vom Altbau, in dem bereits Generationen von Altglienickern Lesen, Schreiben, Rechnen und mehr gelernt haben, ab. Das rote Schulgebäude ist ein Modulbau, mit denen das Land Berlin den Mangel an Klassenzimmern bekämpfen will. „Dabei handelt es sich nicht um einen der nach der Wende schnell aufgestellten Containerbauten, sondern um ein vollwertiges Schulgebäude. Statt aus Ziegeln oder Betonsteinen werden die Modulbauten aus Betonfertigteilen errichtet“, weiß der für Bildung zuständige Stadtrat Michael Vogel (CDU).

Resultat ist eine kurze Bauzeit. Im April 2015 war Baubeginn, im Dezember konnten die Schüler einziehen. Auf drei Etagen finden sich 12 Klassenzimmer. Davon werden acht als Klassenräume für Grundschüler genutzt, die Räume im Erdgeschoss sind dem offenen Ganztagsbetrieb vorbehalten. Die modern wirkende Farbe war übrigens kein Muss. „Auch Grau, Grün, Gelb und Blau waren im Angebot, im Rahmen der Schulkonferenz haben Lehrer, Eltern und Schüler sich dann für Rot entschieden“, berichtet Schulleiterin Antje-Katrin Kirschner.

Im Bezirk soll die Erweiterung von Schulen durch Modulbauten kein Einzelfall bleiben. Noch in diesem Jahr sollen die Grünauer Grundschule und die Wendenschloß-Schule erweitert werden, im nächsten Jahr die Schule am Buntzelberg und die Grundschule an der alten Feuerwache. Der Schulneubau in Altglienicke hat rund 3,088 Millionen Euro gekostet, finanziert aus SIWA-Mitteln des Landes Berlin. Noch sind nicht alle Plätze im Alt- und Neubau an der Köpenicker Straße durch die derzeit 400 Schüler besetzt. Was sich bald ändern wird, denn für November hat man der Schulleiterin bereits 455 Schüler prognostiziert.

Neben der Erweiterung von vorhandenen Schulstandorten setzt der Bezirk Treptow-Köpenick auch auf die Wiederinbetriebnahme einst geschlossener Schulen. Erste Pläne gibt es bereits für das Schulgebäude Stillerzeile in Hirschgarten. RD
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