Luxuriös wohnen im Hochhaus: „High Park“ am Tilla-Durieux-Park feiert Richfest

So wird das Wohnhochhaus Ende 2017 aussehen. (Foto: Zabel Property AG)
 
Bauen und verkaufen Luxuswohnungen an Superreiche: Thomas Zabel (links) und Steffen Luboeinski. (Foto: KEN)
Berlin: High Park |

Tiergarten. 161 von 165 Wohnungen sind schon verkauft. Übrig sind noch drei Penthäuser in luftiger Höhe samt Dachterrasse, das Stück für schlappe drei Millionen Euro. Für „High Park“, so benannt, weil auf der vierten Etage ein großer, baumbestandener Garten entsteht, wurde Richtfest gefeiert.

Zur Feier an der Gabriele-Tergit-Promenade 21 kamen selbstverständlich auch zahlreiche Käufer. 50 Prozent stammen aus Deutschland, aber nicht aus Berlin, die andere Hälfte kommt aus dem Ausland, aus 28 Ländern, wie Bauherr Steffen Luboeinski, Geschäftsführer der gsp Gesellschaft für Städtebau und Projektentwicklung, betont. Gsp investiert über 50 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben von der Unicredit-Hypovereinsbank. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro Hilmer, Sattler und Albrecht, die wegweisend am Potsdamer Platz gebaut haben.

Überwiegend werden es Russen, Saudis, Kuwaitis, Israelis und Chinesen sein, die sich einkaufen. Immer mehr von ihnen entdecken Berlin als interessanten Zweit-, Dritt- oder Viertwohnsitz beziehungsweise als Platz für eine Kapitalanlage. Für eine Luxusbehausung geben sie im Durchschnitt eine Million Euro aus. Spezialist für eine solche Kundschaft ist Thomas Zabel. Der Imobilienmakler, der 2005 auch ins Bauträgergeschäft eingestiegen ist, ist exklusiv mit dem Verkauf der High-Park-Eigentumswohnungen beauftragt. Die Hälfte der Käufer werde die Wohnungen selbst nutzen, die andere Hälfte seien Kapitalanleger, sagt Zabel.

Die Preise fangen bei rund 3800 Euro pro Quadratmeter an. Für die Penthäuser ist der Preis nach oben offen, er liege aber bei mindestens 10.000 Euro. Mieter einer Kapitalanlegerwohnung im „High Park“ kommen vermutlich nicht unter 18 Euro weg.

Der Wohnkomplex besteht aus zwei annähernd 50 Meter hohen Türmen mit 14 Etagen und einem Riegelbau. Die Zwei- und Sechs-Zimmer-Wohnungen sind 31 bis 270 Quadratmeter groß. Zusätzlich entstehen 38 Apartments mit Service für das Wohnen auf Zeit („Serviced Apartments“) mit ein bis drei Zimmern und einer Wohnfläche von circa 31 bis 96 Quadratmetern sowie neun Ladenlokale auf rund 611 Quadratmetern. Die Tiefgarage stellt 75 Stellplätze bereit. Es gibt 400 Fahrradstellplätze.

Die Baugenehmigung habe gsp noch vor der Einführung der „kooperativen Baulandentwicklung“ des Berliner Senats erhalten, sagt Steffen Luboeinski. Das Modell schreibt bei Neubauprojekten einen 25-prozentigen Anteil bezahlbaren Wohnraums vor. Von Anfang an habe die Immobilienbranche das Projekt aufmerksam verfolgt, so Steffen Luboeinski. Das Projekt sei ein Indikator für das Funktionieren von Wohnhochhäusern in Berlin im mittleren und gehobenen Segment. Das Konzept von „High Park“ sei hervorragend angenommen worden, so Luboeinski. Der Bezug der Wohnungen ist für Ende 2017 geplant.

Bautechnisch knifflig und gleichzeitig ein neuer Bautypus in Berlin war die Überbauung der Berliner U-Bahn. In 25 Meter Höhe mussten 50 Meter mit einer 1,5 Meter starken Betondecke überbrückt werden. Für die Verlegung der T-Träger war ein 60-Tonnen-Schwerlastkran notwendig. Dazu musste alles so umgesetzt werden, dass sich weder Schienen weiter als fünf Millimeter verschieben noch der laufende U-Bahnbetrieb beeinträchtigt wurde. KEN
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