"Vertikal" soll bleiben: Diskussion um Resolution

Kreuzberg. Am Ende in großem Konsens verabschiedete die BVV am 5. April eine von der CDU eingebrachte Resolution, die sich für eine Unterstützung des Restaurants "Vertikal" aussprach.

Wie berichtet, war das Lokal in der Glogauer Straße am 1. März Ziel einer Gewaltattacke geworden. Vermummte zerstörten Scheiben und hinterließen teilweise ausländerfeindliche Parolen. Die selbsternannten Kiezsheriffs sahen sich dabei anscheinend als schlagkräftige Anti-Gentrifiezierungskämpfer.

Proteste gegen Verdrängung dürften nur gewaltfrei sein, der Angriff sei dagegen nichts weiter als eine kriminelle Handlung gewesen, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Timur Husein. Und so wie die BVV einmütig ihre Solidarität mit der lange vom Auszug bedrohten benachbarten Bäckerei Filou erklärt habe, müsse das auch für das "Vertikal" gelten.

Die Grünen wollten der Resolution zunächst nicht zustimmen, sondern darüber noch in mehreren Ausschüssen diskutieren. Begründet wurde das unter anderem damit, dass in diesem Fall ja keine drohende Kündigung vorliege.

Redner anderer Fraktionen stellten sich gegen solche Argumente: "Man muss sich klar gegen Gewalt aussprechen", meinte John Dahl (SPD). Keiner breche sich etwas ab, wenn er hier zustimme, fand Michael Heihsel (FDP). Der Ausschussantrag der Grünen fand keine Mehrheit. Danach drehte auch die Bündnispartei bei und stellte sich ebenfalls hinter die Resolution. tf
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