Jon Wolffsky verbindet traditionelle Kunst mit modernster Technik

Die Bilder von Jon Wolffsky entstehen mit dem Fotoapparat und der Computermaus. (Foto: Copyright: Jon Wolffsky)
Berlin: Gutshaus Lichterfelde |

Lichterfelde. Sein Skizzenbuch ist der Fotoapparat, seine Leinwand der Bildschirm und die Computermaus dient ihm als Pinsel. Jon Wolffsky lässt am Computer farbenprächtige und eindrucksvolle Bilder entstehen. Seine Arbeiten sind ab 6. März im Gutshaus Lichterfelde zu sehen.

Schon Mitte der 1980er-Jahre hat Jon Wolffsky sich für die Computertechnik interessiert. Anfang der 1990er entdeckte er den Photoshop als Bildbearbeitungsprogramm für sich. Seither arbeitet er konstant damit und hat sich den Funktionsumfang des Programms zu Nutze gemacht.

Ausgangspunkt eines jeden Werkes sind zwei Fotografien. Die Motive entdeckt er bei Spaziergängen in Berlin oder seinen Reisen in andere Länder. Hat er zwei Aufnahmen ausgewählt, werden sie im Bildbearbeitungsprogramm vorbereitet. Etwa 50 Arbeitsschritte sind dafür notwendig. Dann legt er beide Aufnahmen übereinander und modifiziert sie weiter. Der Hintergrund wird geändert, die Farbe angepasst, zeichnerische Aspekte kommen dazu, Bildelemente werden verändert oder kombiniert.

Wolffsky lässt sich von seiner Arbeit lenken. Das Ergebnis weiß er vorher nicht. Zwar hat er bei Beginn eine Idee, die aus dem Objekt und der Aussage der Aufnahmen resultiert, den Verlauf der Arbeit bestimmt jedoch das sich entwickelnde Motiv. Während des Arbeitsprozesses kann es durchaus passieren, dass ihm das Motiv nicht mehr gefällt. Dann bricht er ab und beginnt erneut. Die gelungenen Ergebnisse schaffen den Weg zum Druck und werden auf mattem Papier verewigt. Die Leinwand des Bildes ist also nicht der Ort des Arbeitsgeschehens wie in der konventionellen Malerei. Sie dient als Träger des Werkes für Ausstellung und Wand.

Jon Wolffsky sieht die digitale Bildbearbeitung als eine konsequente Weiterentwicklung der Druckgrafik. Sie ist ein Handwerk. "Das muss nun einmal gelernt sein, um eine überzeugende Bildaussage zu schaffen", sagt Wolffsky. "Pop-Art-Künstler wie Andy Warhol wären dankbar gewesen, hätten sie diese Möglichkeiten gehabt."

Am Freitag, 6. März, um 18 Uhr, wird die Ausstellung im Gutshaus Lichterfelde, Hindenburgdamm 28, eröffnet. Eine Gelegenheit den Künstler, die Werke und die Technik dahinter kennenzulernen. Die digitalen Bilder sind bis zum 8. Mai während der Öffnungszeiten von Montag bis Freitag 9 bis 17 Uhr zu sehen.


Karla Menge / KM
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