Vor 40 Jahren begann der Bau der Großsiedlung Marzahn

Die Brigade Zeise stellte am 8. Juli 1977 die erste Platte für das Haus Marchwitzastraße 43 auf, den ersten Neubaublock der Großsiedlung Marzahn. (Foto: Forschungsstelle Baugeschichte Berlin)

Marzahn. Der Bezirk kann in diesen Tagen eines besonderes Ereignisses gedenken. Vor 40 Jahren, am 8. Juli 1977, wurde die erste Platte an der Marchwitzastraße für die geplante Großsiedlung gesetzt.

Aus Anlass des Jubiläums wird vom 1. bis 8. Juli das Kunstfest „Acht Tage Marzahn“ an der Marzahner Promenade gefeiert. Allerdings spielt der Baubeginn hier nur eine Nebenrolle. Eine richtige Feier mit einem Bürgerfest wird es Anfang September anlässlich des 40. Jahrestages des Richtfestes für das erste Marzahner Hochhaus geben.

Das Hochhaus steht an der Marchwitzastraße und hat die Nummer 43. Da die Hochhäuser jeweils in Blöcken errichtet wurde, kann das Jubiläum für die Häuser 41-45 gelten.

Hochbaubrigadier Peter Zeise aus dem damaligen Wohnungsbaukombinat Berlin und seine Kollegen stellten damals die erste Platte auf. Vier bis fünf Wohnungen montierte die Brigade in der Folge an jedem Tag. Die ersten Mieter konnten am 18. Dezember desselben Jahres einziehen. Der Eingang liegt heute idyllisch im Schatten inzwischen hochgewachsener Bäume. Die erste im Bezirk gesetzte Platte befindet sich an der Rückseite des Gebäudes.

Der ersten Platte wurde nicht weit entfernt am Haus Allee der Kosmonauten 68 ein Denkmal gesetzt. Die Skulptur mit den Titel „Richtkrone“ wurde von Alfred Bernau geschaffen und 1979 in Erinnerung an das Richtfest für den historischen Plattenbau aufgestellt.

Die Skulptur von zwölf Meter Höhe stellt eine Richtkrone aus Beton dar. Die aus der Betonwand herausgeschnittene Figur soll den Baubrigadier Peter Zeise darstellen, wie er das Zeichen zum Hochziehen der ersten Bauplatte gibt. Sie erinnert in ihrer Gestalt aber auch an den „Modulor“, die Maßgestalt des Menschen. Diese wurden von dem französischen Architekten und Maler Le Corbusier (1887–1965) entwickelt. Die Schöpfer der Großsiedlungen im Bezirk verstanden sich als Fortsetzer der Architektur der Moderne. In einer Inschrift wird der damalige Richtspruch wiedergegeben.

Am 2. September soll es einen Festakt an der Skulptur geben und ein Fest im Bürgerhaus Südspitze. Beides wird vom Standortmarketing und dem Ball e.V veranstaltet, der das Bürgerhaus betreibt. „Voraussichtlich wird bei der Gelegenheit auch ein kleiner Amateurfilm gezeigt, den wir vorbereiten“, sagt Frank Holzmann, Vorsitzender des Vereins. hari
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