Redaktion aus Dritt- und Viertklässlern

Emelie Richter, Elisabeth Drews und Alina Jan (v.l.n.r.) werten die neueste Ausgabe ihrer Schüler-Zeitung aus. (Foto: hari)
 
Das Team der Schülerredaktion der Grundschule an der Geißenweide präsentiert stolz die Ausgaben ihrer Zeitung. (Foto: hari)

Marzahn. Schülerinnen der Grundschule an der Geißenweide stellen seit über vier Jahren Monat für Monat eine eigene Zeitung her. Sie lernen dabei viel über die Schule, über Medien und darüber, wie man in einem Team arbeitet.

Jeden Monat seit Dezember 2011 erscheint in der Grundschule an der Geißenweide die "Info-Zeitung". Das Blatt hat das Format A4 und umfasst in der Regel acht Seiten. Die Auflage beträgt 120 Stück. Das ist nicht viel, reicht aber für die insgesamt rund 300 Schüler der Grundschule. Es kann bei Bedarf weitergereicht werden.

Die Inhalte spiegeln zum größten Teil das Schulleben wieder. In der Ausgabe März/April berichteten die Reporterinnen auf zwei Seiten mit vielen Bildern über das Osterbasteln in der Schule. Hilfreiche Informationen über den Schutz und den Umgang mit einer Grippe waren auch dabei. Sogar eine Seite Werbung gab es. Den größten Umfang nahm eine Reportage über das Entstehen und das Drucken einer Zeitung ein.

Die Schülerzeitung verdankt ihr Entstehen einer kleinen Gruppe von Arbeitslosen, die 2010 beim Verein "Agrarbörse Deutschland-Ost" an einem Medienprojekt arbeiteten. Einige davon führten dieses Projekt nach dessen Abschluss an der Grundschule weiter. Einer, Uwe Röhle, absolvierte eine Weiterbildung zum Erzieher und ist inzwischen als "Quereinsteiger" im Hort der Schule angestellt. Andere, wie Dieter Abs, wirken weiter als Berater der Schülerredaktion ehrenamtlich mit.

Die Redaktion besteht derzeit aus fünf Schülerinnen, die zumeist eine dritte oder vierte Klasse besuchen. "Bei den Jüngeren aus den ersten und zweiten Klassen macht es noch keinen Sinn, bei einem solchen Projekt mitzumachen. Die Älteren festigen ihre Fähigkeiten im Schreiben, beim Umgang mit der deutschen Sprache und lernen vor allem den Umgang mit Medien", erläutert Röhle. Zur Redaktionsarbeit gehören auch das Schreiben und das Bearbeiten von Bildern am Computer.

Die Schülerredakteurinnen sind zwei Stunden pro Woche mit der Arbeit an ihrer Zeitung beschäftigt. Das geschieht während der Hortzeiten im Nachmittagsunterricht. Wie in einer richtigen Redaktion steht am Anfang eine Redaktionskonferenz, in der über die aufzugreifenden Themen entschieden wird. Vor dem endgültigen Druck auf einem Drucker im Computerkabinett wird gemeinsam Korrektur gelesen.

Die Mitarbeit ist freiwillig. "Mich hat die Horterzieherin gefragt und da habe ich sofort gesagt, das ist mal was für mich", erzählt Alina Jan (8). "Man bekommt die Neuigkeiten aus der Schule besser mit", erklärt Mira Halling (8). "Ich mache am liebsten Interviews", sagt Elisabeth Drews (11).

Die Schülerzeitung soll die Kinder auch zum Lesen anregen. "Es ist leider so, dass ein großer Teil der Schüler kaum noch in der Freizeit Gedrucktes liest", erläutert Röhle. Die Redaktion versucht mit einem bunten Mix von Themen, ihre Leser in der Schule zu gewinnen. Neben Informationen über Lehrer und Erzieher und Berichten von Schulveranstaltungen gibt es regelmäßig eine Rätselseite mit Witzen, ein Gewinnspiel und Informationen zu Geburtstagen von Mitschülern.


Harald Ritter / hari
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