Sechstklässler schenken der Wilhelm-Busch-Grundschule eine gestaltete Graffiti-Wand

Christian Stoffregen (vorn) aus der 6a der Wilhelm-Busch-Grundschule testet wie man die Farbe beim Sprayen richtig dosiert. Dabei gibt ihm Jan Schmidt von der 0815 Industries KG aus Weißensee wertvolle Tipps. (Foto: hari)
Berlin: Wilhelm-Busch-Grundschule |

Marzahn. Schüler der sechsten Klassen der Wilhelm-Busch-Grundschule verschönern die Außenflächen am Parsteiner Ring mit einer Graffiti-Wand. Damit wollen sie sich für sechs gute Jahre an der Grundschule bedanken und eine Botschaft an die nachrückenden Klassen senden.

„Es ist bei uns gute Tradition, dass die sechsten Klassen sich zum Abschluss etwas einfallen lassen“, erklärt Schulleiterin Marina Kutzke. Im vergangenen Jahr beispielsweise gestalteten die Schüler die Wände der Aula mit Bildern in Siebdrucktechnik. In diesem Jahr sprühten die künftigen Oberschüler in der letzten Juni-Woche mithilfe von Spraydosen ein Bild mit Alltagsszenen aus ihrem Leben auf die Schulwand.

Zu Beginn der Aktion waren übrigens unter den neuen Bildern noch ältere Tags zu erkennen. Sprayer hatten sie vor einiger Zeit an die damals noch jungfräuliche Wand des 2013 sanierten Schulgebäudes angebracht – ohne Erlaubnis der Schulleitung. Diese Tags der sechsten Klassen sind jetzt am Ende der Graffit-Aktion nicht mehr zu sehen. Auf dem Kunstwerk sitzen die Schüler in einem Boot und haben einen Malstift und ein Dreieck im Gepäck. Im Wasser schwimmen Fische, aber auch Zahlen und Buchstaben. In der Ferne ist ein Hubschrauber zu sehen. Das 72 Quadratmeter große Wandbild endet mit einem großem Schriftzug „Buschkids“ unter Palmen und Tischtennisschlägern. Schule und Freizeitvergnügen sind auf humorvolle Weise zusammengebracht und senden eine fröhliche Botschaft an Spaziergänger und künftige Jahrgänge der Grundschule.

„Das Bild haben die Kinder selbst entworfen und setzen es unter Anleitung von Künstlern um“, sagt Schulsozialarbeiter Christoph Bohne. Er organisierte die Graffiti-Aktion und versicherte sich der Unterstützung durch die Kreativagentur 0815-Industries. Sie hat Erfahrung mit Graffiti-Projekten, nicht zuletzt durch jährliche Aktionen zur farbigen Gestaltung von Stromkästen in Marzahn-Hellersdorf.

Für die Schüler zählte vor allem der Spaß am Entwerfen und Sprayen. „Das würde ich auch gern bei Gelegenheit in der Freizeit weitermachen“, sagt Efioma Esimoa (11) aus der 6c. „In diesem Sommer mache ich auch beim Stromkastenstyling mit“, erklärt Mitschüler Justin Krüger (12).

Die Graffiti-Aktion kostet 3500 Euro. Einen Teil finanzierte die Wilhelm-Busch-Grundschule über das Bonus-Programm des Senats. Rund 1500 Euro spendeten Firmen und Anwohner aus der Umgebung. Christoph Bohne freut sich: „Ich finde dies in Bezug auf den sozialen Zusammenhalt im Kiez beachtlich.“ hari
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