Schweigen zum „Sojus“

Marzahn. Der Abriss des Gebäudes des Kino „Sojus“ wird immer wahrscheinlicher. Die Versuche, das Haus zu retten, scheinen gescheitert.

Die letzte Hoffnung bestand darin, das ehemalige Kino mit Fördermitteln des Bundes oder des Landes in einen Ort für Kulturveranstaltungen umzuwandeln. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte im Mai dieses Jahres das Bezirksamt beauftragt, dies zu prüfen. Voraussetzung hierfür war, erst einmal mit dem Eigentümer des Grundstücks zu sprechen.

Dieser Eigentümer ist insolvent, inzwischen abgetaucht oder jedenfalls nicht zu erreichen. „Leider ist es bis zum heutigen Tag nicht möglich gewesen, mit dem Eigentümer einen gemeinsamen Termin zur weiteren Perspektive des Kinos Sojus zu realisieren“, teilt Kulturstadträtin Juliane Witt (Die Linke) den Bezirksverordneten mit. Auf entsprechende Einladungen habe dieser nicht reagiert.

Witt hatte den Auftrag bekommen, Gespräche mit dem Eigentümer zu führen, um die Bedingungen für den Ankauf des „Sojus“ durch den Bezirk zu klären. Währenddessen stellte im Juni bereits eine Nachbarschaftsinitiative „Kulturort Sojus“ ihre Arbeit ein, weil deren Mitglieder nicht mehr an einen Ankauf glaubten. Die Initiative war auf Anregung der Linken zustandegekommen und bestand aus Vereinen und Unternehmen im Umfeld des Helene-Weigel-Platzes.

Im Gegensatz dazu verfolgt der Stadtrat für Wirtschaft und Stadtentwicklung, Christian Gräff (CDU), seit Jahren die Idee, einen Lebensmittelmarkt auf dem Grundstück des früheren Kinos anzusiedeln. Einen Interessenten gibt es bereits. Er steht in Verhandlungen mit den Gläubigern des Eigentümers. Allerdings ist der Kaufvertrag noch nicht abgeschlossen. hari
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