Suche nach Skaterhalle geht weiter

Patrick Adler, Virginia Brix und Björn Ziemann (v.l.n.r.) gehören zu den Jugendlichen, die sich für eine Winterhalle für die Skater im Bezirk engagieren. (Foto: hari)

Marzahn. Im Frühjahr 2015 stellte das Bezirksamt Jugendlichen eine Skaterhalle in Aussicht. Eineinhalb Jahre sind seither vergangen. Doch "Kunststücke" auf dem Skateboard oder dem BMX-Rad dürften wohl auch in diesem Winter 2016/2017 nicht im Bezirk möglich sein.

Der frühere Immobilienstadtrat Stephan Richter (SPD) hatte den Jugendlichen im Frühjahr 2015 eine leer stehende Industriehalle in der Premnitzer Straße 12 zur kostenlosen Nutzung überlassen wollen. Die einzige Bedingung war, dass sie einen Verein gründen, der offiziell Vertragspartner des Bezirksamts sein sollte. Die Idee löste Euphorie aus. „Immerhin 150 bis 200 Jugendliche nutzen im Sommer die vorhandenen Skaterplätze und BMX-Bahnen“, sagt Uwe Heide, Streetworker des Vereins Gangway, der die Skater unterstützt. In der kalten Jahreszeit jedoch müssen sie in andere Städte, teilweise bis Stralsund, reisen, um dort die zur Verfügung stehenden Hallen zu nutzen. Sechs Monate später wurde der Verein unter dem Namen „We Roll Berlin“ eingetragen.

Doch etwa zur selben Zeit teilte Richter dem Verein mit, dass die Industriehalle nicht so einfach umgewandelt werden könne. Sie befindet sich in einem Gewerbegebiet, indem nur eine gewerbliche Nutzung von Gebäuden vorgeschrieben ist. Außerdem erfüllt das Gebäude nicht die branschutztechnischen Vorschriften. Um diese zu erfüllen, wäre unter anderem der Einbau von Brandschutztüren notwendig. Die Kosten schätzte Richter auf 20 000 Euro.

Seither ist jedoch nichts passiert. „Die Jugendlichen sind heiß, freuen sich auf die Winterhalle“, sagt Heide. Der neu gegründete Verein sei in der Lage, transportable BMX-Bahnen praktisch über Nacht in der Halle aufzubauen. Sponsoren hätten sich auch schon gefunden. Die neue Immobilienstadträtin Juliane Witt (Die Linke) erklärte sich jetzt bereit, dem Verein bei der Suche nach einer temporären Winterhallte zu helfen. Sie wolle mit dem Schulstadtrat prüfen, ob als Zwischenlösung eine leer stehende Sporthalle zur Verfügung gestellt werden kann. hari
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