Lange Reisen müssen gut vorbereitet werden

Kombifahrer sollten das Urlaubsgepäck nur bis zur Oberkante der Rückbank stapeln. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Einsteigen, losfahren und ab in den Urlaub! Das klingt verlockend, kann aber gerade mit viel Gepäck und auf langen Strecken schnell nach hinten losgehen - ohne gute Vorbereitung geht es nicht.

Worauf dabei zu achten ist, erklären die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), die Organisationen Dekra und KÜS sowie der ADAC. Urlauber, die mit dem Auto verreisen, kümmern sich am besten nicht erst auf den letzten Drücker um ihren Wagen. So lässt sich im Zweifelsfall ohne Stress ein Werkstatttermin arrangieren. Der Technikcheck beginnt bei den Reifen: Die sollten mindestens drei Millimeter Restprofil haben. Weniger bedeutet schlechtere Haftungs- und Bremseigenschaften. Gesetzlich vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter. Außerdem sollten die Stände von Öl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser überprüft werden.Danach werden Wischergummis und die Verschleißmarkierungen der Bremsklötze in Augenschein genommen, das Haltbarkeitsdatum des Verbandskastens kontrolliert und die Handbremse ausprobiert. Außerdem ist dafür zu sorgen, dass Warnwesten für alle Mitreisenden vorhanden sind. Anschließend steht noch ein Test der Fahrzeugbeleuchtung an.

Die wichtigste Regel beim Beladen des Autos lautet: Schwere Gegenstände nah an der Rücksitzlehne und möglichst tief unten im Kofferraum verstauen. Wird die Ladung zusätzlich mit Zurrgurten fixiert, kann sie bei einer Vollbremsung oder einem Ausweichmanöver nicht verrutschen oder den Wagen gar ins Schleudern bringen. Kombifahrer sollten das Gepäckabteil ihres Autos niemals höher als bis zur Oberkante der Rückbank beladen und ein stabiles Laderaumtrenngitter oder ein hochwertiges Gepäcknetz montieren.

Mit wie viel Zuladung ein Wagen fertig wird, steht im Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I). Bei vielen Pkw können laut ADAC zwischen 400 und 500 Kilogramm geladen werden. Fährt die ganze Familie mit, ist das Limit allerdings schneller erreicht, da auch das Gewicht der Mitfahrer zählt. Wer mit einer Dachbox verreist, muss zudem die erlaubte Dachlast im Blick behalten.

Generell gilt: Die Beladungsgrenze eines Autos wird besser nicht ausgereizt. Denn je mehr Extrakilos an Bord sind, desto unsicherer fährt sich ein Auto. Außerdem verlängert sich der Bremsweg, und der Spritverbrauch steigt.


dpa-Magazin / mag
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