So funktioniert die Starthilfe

Starthilfekabel können im tiefen Winter für schwächelnde Anlasser die Rettung sein. Doch wer die Str98ippen nicht in der richtigen Reihenfolge anschließt oder ein altes Starthilfekabel benutzt, riskiert Spannungsspitzen in der Bordelektronik und damit eine teure Reparatur.

Zunächst müssen an beiden Autos Zündung und sämtliche Verbraucher ausgeschaltet werden. Die Schaltung muss sich im Leerlauf, beim Automatikgetriebe in Parkstellung befinden. Dann wird mit dem roten Kabel zuerst der Pluspol der leeren mit dem der vollen Batterie verbunden. Das schwarze Kabel wird anschließend an den Minuspol der Spenderbatterie und dann im Pannenfahrzeug an ein blankes Metallstück der Karosserie im Bereich des Motorraums geklemmt. Auf keinen Fall gehört das schwarze Kabel an den Minuspol des leeren Akkus. Denn dann können Funken im Bereich der Batterie Gase entzünden.Sind die Autos per Kabel verbunden, wird erst das Helfer- und dann das Pannenauto gestartet. Danach können die Kabel in der umgekehrten Reihenfolge wieder getrennt werden. "Dann noch 60 bis 90 Minuten fahren, und der Stromspeicher ist wieder geladen", sagt Norbert Hartmann vom Auto Club Europa (ACE).

Unsicher sind viele Fahrer bei der Frage, ob man Autos mit Katalysator noch Anschieben oder Anschleppen darf. Auskunft darüber gibt in der Regel die Bedienungsanleitung: Wenn der Hersteller Anschieben oder Anschleppen dort untersagt, sollte man sich auch daran halten, rät Hans-Walter Kaumanns vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Damit solche Aktionen gar nicht erst nötig werden, könnte man die Batterie im Winter theoretisch auch ausbauen, wenn der Wagen eine Zeit lang nicht benutzt wird. Peter Gutzeit vom Branchenverband Battery Safety Organization (BATSO) rät davon aber eher ab: "In unseren Breiten können Sie ein normales Auto auch im Winter zwei Wochen am Flugplatz stehen lassen."

Wie lange eine Batterie hält, könne man nicht sagen. Viele Kurzstrecken schaden ihr aber auf jeden Fall. Deshalb sollte der Autofahrer bei solchen Touren die Batterie ein wenig schonen, indem er zum Beispiel auf die Sitzheizung verzichtet. Auch Schmutz tut den Energiespendern nicht gut: Feuchter Dreck kann zum Beispiel zu sogenannten Kriechströmen führen, die Batterien ganz langsam entladen. Deshalb sollten die Stromspender von Zeit zu Zeit mit einem trockenen Tuch gründlich gereinigt werden.


dpa-Magazin / mag
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