Sorgfältige Pflege hält Autos trocken

Feuchtigkeit im Innenraum des Autos ist in der Regel eine Folge nachlässiger Pflege. So reicht es zum Beispiel nicht aus, Laub einfach nur vom Blech zu fegen.

"Blätter sollten auch regelmäßig aus Spalten und Vertiefungen der Karosserie beseitigt werden", sagt Dietmar Clysters, Obermeister der Kfz-Innung Rhein-Neckar-Odenwald. Ansonsten verstopfen die gesammelten Blätter Regenabläufe, angestautes Wasser gelangt dann leicht durch die Lüftung ins Fahrzeuginnere. Feuchtigkeit kann auch durch nasse Kleidung und Regenschirme oder Schneereste an den Schuhen ins Auto eingeschleppt werden und sich hartnäckig im Innenraum halten. Vincenzo Lucà vom TÜV Süd empfiehlt, beim Abstellen des Wagens alle feuchten Utensilien herauszunehmen. Bei älteren Autos können sich auch poröse oder eingerissene Gummidichtungen an Türen, Kofferraumklappe und Schiebedach als Schwachstelle erweisen. Der Zustand der Dichtungen sollte deshalb ab und zu überprüft werden.Je mehr Feuchtigkeit in einen Wagen gelangt und je länger sie sich dort hält, desto deutlicher machen sich die Folgen bemerkbar - dazu zählen beschlagene Scheiben, Modergeruch oder kleine Seen auf dem Karosserieboden. "Es gibt zwar im Fahrzeugboden Abflusslöcher, die aber auch mal verstopft sein können", erläutert Lucà. Im Extremfall quillt Wasser an die Teppichoberfläche, wenn man mit Hand oder Fuß Druck darauf ausübt.

Um Feuchtigkeit erfolgreich aus dem Wagen zu verbannen, muss erst die Ursache gefunden und beseitigt werden. Gelingt das in Eigenregie, leistet anschließend die Klimaanlage gute Dienste: Sie entzieht der Luft im Innenraum Wasser und befördert es nach draußen, erklärt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) - vorausgesetzt die Lüftung ist nicht auf Umluftbetrieb eingestellt. Zeitungen unter den Fußmatten helfen, den Teppich im Fußraum zu trocknen. Für eine gute Durchlüftung des Autos müssen die Zwangsentlüftungen im Kofferraum frei sein. Diese sind meist hinter der Seitenverkleidung versteckt und könnten zum Beispiel durch Gepäck blockiert sein.

"Wer Feuchtigkeit in seinem Auto nach drei, vier Tagen noch nicht los ist, sollte sich an eine Werkstatt wenden", empfiehlt Clysters. Denn neben Komforteinbußen, dem Sicherheitsrisiko durch beschlagene Scheiben und der Gesundheitsgefahr durch Schimmelsporen drohen Schäden an der Bordelektronik und Rostbildung.


dpa-Magazin / mag
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