Technik gegen Flecken und Kratzer

Ob Spuren von der Autowäsche oder Schäden durch Äste und Steine: Kratzer und Beulen sind für viele Autofahrer ein Ärgernis, im Alltag oft aber kaum zu vermeiden.

Verschiedene Ingenieure und Entwickler der Autoindustrie arbeiten an Methoden, Autos unempfindlicher zu machen. Und zwar nicht nur an der Karosserie, sondern auch andere kritische Stellen wie Fenster und Polster.Mercedes verwendet zum Beispiel einen Lack, der winzige Keramikpartikel enthält. Die sind unsichtbar, sorgen aber für dauerhaft tiefen Glanz, erklärt Pressesprecher Norbert Giesen: "Die feinen Schleifspuren einer Autowäsche werden damit zum Beispiel verhindert." Gegen schwerere Schäden ist dieser Speziallack aber machtlos. Nissan und Infiniti setzen statt Keramik auf spezielle Harze, die der Oberfläche "Selbstheilungskräfte" verleihen sollen. Warmes Wasser und ein weicher Lappen reichen damit nach Angaben von Infiniti-Sprecher Wayne Bruce schon aus, um Kratzer zu beheben.

Bei Volkswagen arbeiten Ingenieure an einer neuartigen Frontscheibe, die lästiges Eiskratzen künftig überflüssig machen soll. Dafür sorge eine hauchdünne Schicht aus sogenanntem Indiumzinnoxid, teilte VW mit. Dadurch kühle sich die Scheibe langsamer ab, es bildet sich kein Kondenswasser und damit auch keine Eisschicht. Andere Hersteller experimentieren mit Beschichtungen für Fenster, an denen Regenwasser abperlt. Die Rundumsicht verbessere sich so erheblich, sagt ein Entwickler der Toyota-Tochter Lexus.

Solche resistenten Beschichtungen gibt es bereits für Polster. Opel verwendet im Insignia zum Beispiel Nanotechnologie, um Sitzmöbel vor gefürchteten Schoko- oder Ketchupflecken zu schützen.


dpa-Magazin / mag
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