Fliesen richtig durchbohren

Die Position des Lochs auf der Fliese wird zunächst mit einem Hammer und einer Reißnadel angeknackt - so rutscht die Maschine nicht ab. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Reißnadeln und Diamantbohrkronen - das sind die Geheimwaffen der Handwerker fürs Badezimmer. Müssen Fliesen durchbohrt werden, verhindern sie, dass der Belag zerspringt.

Bei glatten Glasuren bietet es sich an, die gewünschte Position des Lochs auf der Fliese mit der Reißnadel und einem Hammer anzuknacken, so die Stiftung Warentest in Berlin. In dieser kleinen Vertiefung könne die Bohrerspitze nicht mehr abrutschen.Bis die Fliese und der Putz durchgebohrt sind, sollte ohne Schlag gearbeitet werden - der Schlag ist eine vibrierende Bewegung, um besonders feste Materialien zu durchbrechen. Diese Funktion dürfe auch dann nur eingeschaltet werden, wenn die Wand unter der Fliese aus Beton oder Vollstein besteht. Bei Lochziegeln, Porenbeton und Bims könne Schlagbohren die Steinstruktur zerschlagen, warnt Stiftung Warentest. Und es entstehe ein zu großes Bohrloch, in dem Dübel keinen Halt finden.

"Eine Besonderheit gilt es bei Dübellöchern in Feinsteinzeugfliesen oder Natursteinfliesen zu beachten: Das harte Material lässt sich nur mit Diamantbohrkronen bohren", erklärt Michael Pommer, Trainer bei der Heimwerkerschule DIY-Academy in Köln. Und diese Diamantbohrkrone müsse beim Bohren mit Wasser gekühlt werden, weil sie sich sonst sehr rasch abnutze.


dpa-Magazin / mag
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