Kleinwüchsige Fliedersorten

Bezaubernder Duft: Der Flieder (hier: Edelflieder "Katharine Havemeyer") erlebt seit einiger Zeit ein Comeback in den Gärten. (Foto: Hilke Segbers/dpa/mag)

Der Gemeine Flieder ist eine von etwa 30 reinen Arten, die häufig als Grundlage für Neuzüchtungen dient.

Die Wildform ist sehr beliebt, da sie jedoch eine Höhe von sechs bis sieben Metern erreichen kann, ist sie für kleine Privatgärten oder Terrassen nur bedingt geeignet. Erika Brunken, Leiterin der Niedersächsischen Gartenakademie in Bad Zwischenahn, empfiehlt daher für kleine Gärten und Terrassen die Zwergduftflieder-Sorte "Palibin".Sie werde nur 1,20 Meter hoch und breit, sei zudem trockenresistent. "Auch die Sorte "Superba" ist mit bis zu zwei Metern Wuchshöhe noch für kleine Gärten und sogar für die Bepflanzung von Kübeln geeignet", sagt die Gartenexpertin. Die Sorte zeige im Mai und Juni rosa bis hellviolette Rispen, die hervorragend mit weißen Stauden harmonierten. Sie werde auch Herbstflieder genannt, da sich im August und September ein zweites Mal Blüten bilden.

Hobbygärtnern, die gerne eine besondere Farbe kultivieren möchten, empfiehlt Erika Brunken die Sorte "Primrose". Sie trägt einfache, hellgelbe Blüten und wird bis zu vier Meter hoch. Auch gefüllte Sorten erfreuen sich großer Beliebtheit. "Die Sorte "Madame Lemoine" entstand bereits 1890 durch Züchtungen von Victor Lemoine", erläutert Brunken. Sie hat große, reinweiße, in Trauben stehende, gefüllte Blüten. Sie duftet sehr stark und erreicht eine Höhe von bis zu fünf Metern. Auch die "Schöne von Moskau" hat gefüllte Blüten, die im knospigen Zustand rosa sind und beim Aufblühen in Weiß übergehen.


dpa-Magazin / mag
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