Minisofas sind beliebt

Die Zeiten der raumfüllenden Sitzecken sind vorbei. Immer beliebter werden Minisofas, die neben Platz auch noch Abwechslung bieten. Denn sie können flexibler eingesetzt werden als die Familiencouch.

"Wir wissen, Wohnraum wird immer teurer", sagt Bernd Schellenberg vom Hersteller Machalke Polsterwerkstätten auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln im Januar. "Daher werden kleinere Möbel gebraucht." Das sind nun vor allem Zwei- oder Dreisitzer. Die Sitzflächen sind nicht so tief, weshalb man eher wieder aufrecht sitzt, statt zum Liegen gezwungen zu werden.Aber die neuen Sofas wirken auch durch ihr Design filigraner. Arm- und Rückenlehnen sind bei manchen Modellen dünn wie eine Stuhllehne. Dabei blieben aber Funktionen wie das Umklappen der Lehnen oder Hochklappen der Fußteile erhalten.

Je nach Raummöglichkeit sind die Minisofas eine große Sitzgruppe aus mehreren Einzelteilen oder Solitäre frei im Raum, beschreibt Hersteller Brühl die Möglichkeiten für seine Couch "Avec Plaisir". Manche Designer arbeiten zudem mit Tricks, um die Polstermöbel noch ein wenig filigraner wirken zu lassen. Das sei etwa ein insgesamt runderes Design, wie Ursula Geismann, Trendanalystin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie (VDM) schildert.

Doch die kleineren Maße lassen die Sofas nicht im Raum verschwinden - viele Modelle fallen durch ungewöhnliche Formen, Materialien und Farben sehr auf. Ein Beispiel hierfür ist das Modell "Élysée" von Ligne Roset, das aussieht wie ein hübsch geschminkter Mund. Und das Modell "Arabella" von Leolux sieht aus wie der mittelgroße Bruder eines Loungesessels. Die Trendfarbe der Sofas in 2012 ist Blau. "Es hat sich auf der IMM bestätigt, dass Blau zurück ist - was interessant ist, denn Blau war die letzten 15 bis 20 Jahre verbannt aus den europäischen Wohnzimmern", so Geismann.


dpa-Magazin / mag
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