Was Immobilienkäufer beachten sollten

Wer eine Immobilie kauft, muss auch Nebenkosten in die Finanzierung mit einkalkulieren. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Der Kauf einer Immobilie ist für die meisten Menschen ein großer Schritt. Sei es für den Eigenbedarf oder als reine Wertanlage, der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung will gut geplant sein.

Dabei müssen nicht nur die im Kaufvertrag enthaltenen Kosten berücksichtigt werden. Je nachdem, ob es sich um einen Neu- oder einen Altbau, um eine Wohnung oder ein Haus handelt, kommen weitere Posten hinzu. Käufer sollten daher Finanzfallen meiden. Ein Überblick:
  • Nebenkosten nicht vergessen: "Es gibt bestimmte Nebenkosten, die fallen immer an, wenn ich Grund und Boden erwerbe", erklärt Peter Burk vom Institut für Bauen und Wohnen in Freiburg. Dazu zählten die Grunderwerbssteuer, Notargebühren, Grundbucheintragungen und Kosten für einen oder mehrere Kredite. Häufig komme noch die Courtage für den Makler hinzu. Man sollte auf alle Fälle mit Nebenkosten in Höhe von zehn Prozent des Kaufpreises rechnen.
  • Angemessene Tilgungsrate wählen: Die Tilgungsrate sollte nicht zu niedrig sein. "Das kann sich in einer langen Kreditlaufzeit rächen", sagt Jörg Sahr von der Zeitschrift "Finanztest". Da in aller Regel der Zinssatz des Kredits nicht für die gesamte Laufzeit festgeschrieben sei, könnten die Zinsen in späteren Jahren höher liegen als in den Jahren nach dem Kauf - dieses Risiko steige natürlich, wenn der Käufer aufgrund einer niedrigen Tilgungsrate sehr langsam seine Schulden zahle.
  • Laufende Kosten berücksichtigen: Viele Kunden haben ein falsches Bild von ihren laufenden Kosten. "Das Auto wird viel zu niedrig angesetzt", nennt Christian Schmid-Burgk von der Verbraucherzentrale Hamburg einen der häufigsten Fehler. Benzin, Versicherungen, Reparaturen und ein Neukauf nach etwa zehn Jahren schlügen umfangreicher zu Buche, als sich das die meisten eingestehen wollten.
  • Eigene Grenzen festsetzen: Immobilieninteressenten müssen ihre eigenen Grenzen festlegen. Sie sollten nicht mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für eine Immobilie ausgeben - warm mit Nebenkosten. Selbst dieser Prozentsatz sei für viele schon zu hoch, sagt Schmid-Burgk. "Was ein absolutes Muss ist, ist, dass die Nebenkosten als Eigenkapital da sind." Gute Konditionen für einen Kredit könne der Käufer aushandeln, wenn er etwa 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringe.

dpa-Magazin / mag
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