Funktionsschuhe regen die Muskulatur an

Am Anfang ein ungewohntes Tragegefühl: Daher sollten Funktionsschuhe zunächst nur 20 Minuten getragen werden. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Funktionsschuhe können orthopädischen Problemen vorbeugen. Weniger Gewicht, einen sexy Po und straffere Oberschenkel bringen sie nicht - auch wenn die Werbung das verspricht.

"Verglichen mit normalen Schuhen müsste man ein Jahr lang jeden Tag zwei Stunden in Funktionsschuhen stehen, um ein Kilo abzunehmen", sagt Professor Ewald Hennig vom Institut für Biomechanik der Universität Duisburg-Essen. Er hat festgestellt, dass die Schuhe die Muskulatur anregen, Neues auszuprobieren und für ein variableres Gangbild sorgen. Dabei stellt sich der größte Effekt auf die Muskeln aber ausgerechnet beim Stehen ein - und nicht beim Gehen. Die ersten Funktionsschuhe gab es bereits Ende der 90er Jahre. Damals brachte die Masai Group mit MBT (Masai Barefoot Technology) ihre Barfußtechnologie auf den Markt. Neben den MBT-Modellen gibt es noch das jüngere Konkurrenzprodukt "Easytones" von Reebok. Die Schuhe funktionieren nach dem Prinzip der Instabilität. Diese wird durch eine halbrunde Sohle (MBT) oder Luftpolster (Easytones) erzielt. Daher sind die ersten Schritte in den Funktionsschuhen auch ungewohnt. Mediziner empfehlen deshalb zu Beginn eine tägliche Tragezeit von nicht mehr als 20 Minuten.
dpa-Magazin / mag
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