Sportuhren sind Spezialisten fürs Training

TomTom hat auch Modelle im Programm, die die Herzfrequenz ohne Brustgurt messen können. (Foto: TomTom)

Smartwatches liegen im Trend. Doch vieles aus dem Trainingsbereich, was die nerdigen Accessoires können, haben Sportuhren schon lange im Angebot. Der Unterschied: "Mit Sportuhren habe ich keine Interaktionsmöglichkeiten", erklärt Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS).

Alles von der Zeit-, Geschwindigkeits-, Distanz- und Kalorienverbrauchsmessung über die Routennavigation oder Pulsmessung bis hin zum Intervall- und Pausentimer beherrschen die sportlichen Minicomputer am Handgelenk aber recht souverän. Die Funktionen variieren hier von Modell zu Modell.

Sportuhren eignen sich insbesondere für Ausdauersportarten wie Laufen, Skilanglauf, Inlineskating, Wandern oder Schneeschuhwandern. Auch für Golf-, Tauch-, Segel- und Schwimmsport gibt es geeignete Uhren, die über sportartspezifische Funktionen verfügen. "Die Uhr sollte auf jeden Fall zu der betriebenen Sportart passen. Denn Läufer haben andere Anforderungen an die Sportuhr als Golfer oder Segelsportler", sagt Sportwissenschaftler Froböse.

Vor dem Kauf sollte der Sportler wissen, welche Funktionen er benötigt. "Ist wirklich immer die Hightech-Version notwendig oder reicht vielleicht schon ein etwas einfacheres Modell?", fragt Froböse. Zu viel des Guten sei mitunter kontraproduktiv: "Je umfangreicher die Funktionen sind, desto schwieriger sind sie auch für den Sportler zu bedienen." Viele nützliche Funktionen würden gar nicht genutzt. "Die Bedienung sollte nach einer kurzen Einführung durch einen Verkäufer relativ einfach und unkompliziert sein", empfiehlt der Sportwissenschaftler. "Wenn trotz einer Erklärung die meisten Funktionen nicht verständlich sind, dann sollte man auf ein leichter verständliches Modell umschwenken."

Ein Vergleich von Smartwatches und Sportuhren sei prinzipiell eher schwierig, sagt Peter Knaak von der Stiftung Warentest. "Smartwatches sind viel komfortabler." Dafür habe man bei Sportuhren viel mehr Auswertungsparameter und bei teureren Modellen oft auch einen GPS-Empfänger. "Die Kopplung über den Computer ist aber sehr umständlich", gibt Knaak zu bedenken.Einige Sportuhren lassen sich aber auch wie Smartwatches per Bluetooth mit Smartphones koppeln. Apps machen die Daten der Uhr auf Smartphone oder Tablet sichtbar und ermöglichen das Speichern von Zeiten, Strecken oder Kalorienverbräuchen.

Je nach Sportart kann auch GPS von Interesse sein. "Das sagt dem Sportler am Ende eines Laufs, wie viel Meter er gelaufen ist und wie das Höhenprofil seiner Strecke war", erklärt der DLV-Sprecher. Vor dem Kauf müsse der Sportler entscheiden, welche Anforderungen er an die Uhr stellt. "Dem einen ist die Bedienbarkeit wichtiger, dem anderen die Anzahl der Funktionen."


dpa-Magazin / mag
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