Auch für trainierte Bergsteiger ein Risiko

Ein langsamer Aufstieg und ausreichende Ruhephasen schützen vor der Höhenkrankheit. Wer sich nicht daran hält, kann auch als gut trainierter Sportler erkranken.

Davor warnt die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) in Werne. Spürt jemand frühe Anzeichen wie leichte Kopfschmerzen, Unwohlsein und Übelkeit, sollte er sich vorsichtshalber in eine tiefere Lage begeben.Ansonsten riskiert er lebensgefährliche Folgen wie ein Lungen- oder Hirnödem. Bei einem Ödem sammelt sich Flüssigkeit im betroffenen Organ. Ein Hirnödem kann von Gangunsicherheit bis hin zu Bewusstlosigkeit führen, ein Lungenödem zu Atemnot und blutigem Husten.

In der tieferen Lage wartet der Erkrankte am besten ab, bis die Beschwerden vergangen sind. Danach kann er versuchen, langsam wieder in die Höhe zu steigen. Bessert sich sein Zustand über Nacht nicht, muss er sich umgehend auf weniger als 2500 Meter begeben.

Grundsätzlich sollten Bergsteiger nicht mehr als 300 bis 500 Meter Höhenunterschied überwinden, wenn sie auf mehr als 2500 Metern über dem Meeresspiegel unterwegs sind. Die DGP empfiehlt auch, sich in Ruhe mit ein bis zwei Tagen Pause an die dünnere Luft in höheren Lagen zu gewöhnen.


dpa-Magazin / mag
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