Den dröhnenden Kopf nach der Party vermeiden

Wer am Morgen nach der Feier mit Kopfschmerzen aufwacht, sollte zu sauren Speisen greifen - sie begünstigen den Abbau von Alkohol. (Foto: Kai Remmers/dpa/mag)

Kopfweh, trockener Mund, starker Durst, Übelkeit und Schlappheit: Das sind die typischen Symptome eines Katers, mit denen viele gerade in der Karnevalszeit zu kämpfen haben. Hinzu kommen oft Gliederschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten, manchmal auch Fahrigkeit, Redseligkeit oder Aggressivität.

Der einfachste Weg, das zu vermeiden, ist natürlich der absolute Verzicht auf Alkohol. Doch das schafft nicht jeder - und trinkt dann leicht mal über den Durst, ohne das von vornherein direkt zu bemerken. Bis der Alkohol ins Blut gelangt ist, dauere es ein bis zwei Stunden, erklärt Jutta Saumweber, Ernährungsberaterin bei der Verbraucherzentrale in München. "In dieser Zeit merkt der Trinkende keine Wirkung - und trinkt entsprechend oft weiter." Wenn die Beschwerden jedoch erst einmal da sind, ist es zu spät.Doch schon mit ein paar einfachen Mitteln lässt sich das Katerrisiko erheblich reduzieren. Neben der Menge spielt auch die Art des Alkohols eine Rolle. "Der Kater kann durch Inhaltsstoffe der Getränke wie Kohlensäure oder Glukose verstärkt werden", sagt Saumweber. Und je mehr sogenannte Fuselöle ein alkoholisches Getränk enthält, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Kater nach sich zieht. Diese Stoffe sind vor allem in dunklem Alkohol und in minderwertigen Produkten enthalten. Noch etwas kommt hinzu: "Alkohol wirkt harntreibend. Mit dem Wasser entzieht er dem Körper jedoch auch lebenswichtige Mineralien", sagt Ernährungswissenschaftler Jan Prinzhausen von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken. Das lässt sich verhindern, indem im Laufe der Party immer wieder Mineralwasser getrunken wird. In Bezug auf Mineralien ist salzhaltige Nahrung eine gute Wahl. Ohnehin sollte vor oder während des Alkoholgenusses ausreichend gegessen wird.

Gegen den Kater am Morgen danach gibt es zahlreiche Empfehlungen und Hausmittel. Ihre Wirkung ist nicht wissenschaftlich untersucht, aber durchaus einen Versuch wert. Saumweber rät, wer unter einem Kater leidet, sollte viel trinken, vermehrt Mineralsalze wie Natrium und Kalium zu sich nehmen und auf saure Speisen wie Essiggurke oder Rollmops setzen. Das begünstige den Abbau. Leichte Hühnerbrühe besänftigt das flaue Gefühl im Magen. Wer es verträgt, kann sich mit Müsli und Obst stärken.

Bei Kopfschmerzen hilft es, die Schläfen mit Mentholbalsam einzureiben oder eine Kopfschmerztablette zu nehmen. Ansonsten gilt die Devise: raus an die frische Luft. Durch Bewegung an der frischen Luft wird der Kopf klar und der Abbau des Rest-Alkohols beschleunigt.


dpa-Magazin / mag
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