Baubranche sucht Nachwuchs

Harte körperliche Arbeit bei Wind und Wetter: Jobs in der Baubranche genießen bei Jugendlichen häufig nicht den besten Ruf.

"Bei vielen steht ,saubere‘ Büroarbeit höher im Kurs", sagt Jorg-Günther Grunwald vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Doch wer handwerklich geschickt ist und anpacken kann, sollte Berufe wie Maurer oder Dachdecker in die Ausbildungswahl einbeziehen. "Die Chancen sind für Jugendliche am Bau ausgesprochen gut."Viele Betriebe hätten inzwischen so große Nachwuchsprobleme, dass sie sogar Jugendliche ohne Schulabschluss als Auszubildende akzeptieren. Gleichzeitig seien die Chancen auf einen Aufstieg gut, da viele von den derzeitigen Meistern bald in Rente gehen - und oft händeringend nach Nachfolgern für den Betrieb suchen. Schließlich können sich die Ausbildungsvergütungen in den Bauberufen sehen lassen. So bekommt beispielsweise ein Maurer im Durchschnitt während der Ausbildung in Westdeutschland auf 968 Euro, im Osten sind es 772.

Der populärste Bauberuf war 2012 der Maurer. Für ihn entschieden sich rund 3700 Jugendliche. Auf Rang zwei kamen die Zimmerer, mit 3486 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen, gefolgt von den Dachdeckern (3453) und den Hochbaufacharbeitern (1233). Frauen sind am Bau derzeit kaum vertreten. Zum Beispiel waren nur 0,7 Prozent der Anfänger in der Maurerlehre weiblich.


dpa-Magazin / mag
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