Fachidioten haben es schwer: Industriekaufleute sind gefragt

Industriekaufleute sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Betrieb. Sie verhandeln beispielsweise mit Lieferanten oder packen auch einmal in der Produktion mit an. (Foto: DIHK-Bildungs-GmbH)

Fachidioten haben es in dieser Ausbildung schwer. Wer Industriekaufmann werden will, braucht viele Talente. Die Fachkräfte sind in Firmen in fast allen Abteilungen im Einsatz: Sie sitzen im Einkauf und bestellen Rohstoffe und Zubehör, sie arbeiten in der Logistik und kümmern sich etwa um die Lagerung von Produkten. Es gibt sie im Verkauf, genauso wie im Marketing. Kurzum: Sie müssen auf verschiedenen Gebieten viel leisten.

Wer sich für die dreijährige Ausbildung interessiert, sollte Spaß an Zahlen haben. Doch Freude an Mathe allein reicht nicht: Auch Kommunikationsfähigkeit, Organisationstalent sowie Interesse an rechtlichen Fragestellungen sind gefragt. Ein bestimmter Schulabschluss ist formal zwar nicht erforderlich, ein Abitur ist jedoch von Vorteil.

Zu den Aufgaben von Industriekaufleuten gehört es, Verträge auszugestalten. Gut ist auch, wenn Auszubildende Spaß an Fremdsprachen haben. Jugendliche lernen in der Regel im Betrieb und in der Berufsschule. Grundsätzlich ist auch eine rein schulische Ausbildung möglich. In der Berufsschule gehe es zum Beispiel um Rechnungswesen, erzählt Simon Grupe, Experte für das Thema beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Berufsschüler befassen sich etwa mit Jahresabschlüssen oder der Liquiditäts- und Finanzplanung.

Während der Ausbildung bekommen Lehrlinge im ersten Lehrjahr laut der Bundesarbeitsagentur eine Vergütung von 780 bis 844 Euro brutto pro Monat, im zweiten sind es zwischen 832 bis 897 Euro und im dritten zwischen 887 bis 968 Euro. Eine Ausnahme sind die Berufsfachschulen. Hier wird keine Vergütung gezahlt. Nach der Ausbildung können Jugendliche mit einem Einstiegsgehalt von 1800 Euro brutto rechnen. In einzelnen Branchen kann es aber auch deutlich mehr sein.
dpa-Magazin / mag
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