Keine Angst bei Arbeitslosigkeit

Riester-Rente, Betriebsrente und Basisrente (Rürup-Rente) müssen im jeweils bundesgesetzlich geförderten Umfang bei Arbeitslosigkeit nicht verwertet werden.

Voraussetzung ist bei der Riester-Rente, dass die Förderung auch tatsächlich beantragt wurde. Andere Lebens- und Rentenversicherungen können - bis zu bestimmten Höchstgrenzen - geschützt werden, wenn sie nicht vor Eintritt in den Ruhestand verwertet werden. Um diese Verträge zur geschützten Altersvorsorge zu machen, muss ein Verwertungsausschluss mit dem Versicherer vereinbart werden. Schließlich kann die Verwertung von Lebens- und Rentenversicherungen auch wirtschaftlich unzumutbar oder eine besondere Härte darstellen. Das wird im Einzelfall geprüft. Nach Aussage von Hasso Susliak vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft gilt beispielsweise ein Verkauf von klassischen Lebensversicherungen dann als wirtschaftlich, wenn als Erlös mindestens 90 Prozent der eingezahlten Beiträge erzielt werden. Damit würde eine solche Lebensversicherung als Vermögen berücksichtigt.

Die Höchstbeiträge für die geschützte Altersvorsorge für Hartz-IV-Empfänger sind in der Höhe nach dem Alter gestaffelt. Für vor dem 1. Januar 1958 Geborene sind das 48 750 Euro, für nach dem 31. Dezember 1957 und vor dem 1. Januar 1964 Geborene liegt der Betrag bei 49 500 Euro und schließlich für nach dem 31. Dezember 1963 Geborene bei 50 250 Euro.

Weiterführende Informationen in den Gesetzestexten § 12 SGB II, www.arbeitsagentur.de und www.sozialgesetzbuch-sgb.de.

Ingrid Laue / rid
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.