Senat und Bezirke einigen sich auf Standorte: drei Unterkünfte in Mitte und Wedding

Berlin: Haus der Statistik |

Mitte. Nach hektischen Verhandlungen haben sich Senat und Bezirke auf eine Liste für Wohncontainer und feste Flüchtlingsbauten geeinigt.

Von den insgesamt 30 geplanten Containerdörfern in Berlin für jeweils 500 Flüchtlinge werden laut neuester Konsensliste zwei im Bezirk errichtet. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat die Ausschreibung für die Container, die maximal drei Jahre stehen sollen, soeben gestartet. Am Alex sind Wohncontainer für rund 500 Flüchtlinge auf dem Parkplatz des leerstehenden Hauses der Statistik in der Otto-Braun-Straße 70 geplant. Eine Containeranlage besteht laut Ausschreibung aus insgesamt 244 Containern (Wohnmodule, Gemeinschafts- und Verwaltungsräume). Das zweite Containerdorf im Bezirk entsteht bis spätestens Juli direkt neben dem Zentralen Festplatz am Kurt-Schumacher-Damm 207 in Wedding.

MUF auf der Wiesenburg

Der Senat plant neben den 30 Containerdörfern 60 weitere Standorte mit festen Gebäuden, die später, wenn sie nicht mehr für Flüchtlinge benötigt werden, als normale Wohnungen genutzt werden können. Diese Modularbauten als Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF) haben eine Lebensdauer von mindestens 60 Jahren. In Gesundbrunnen wird ein MUF für bis zu 500 Flüchtlinge in der Wiesenstraße 55 gebaut. Das ist das Gelände des einstigen Asylheims Wiesenburg, das seit Kurzem der Degewo gehört. Erst vor wenigen Tagen hatte die Degewo bei einem Kolloquium zur Sanierung und Zukunft der Wiesenburg die Unterbringung von Flüchtlingen angekündigt. Die Degewo hatte danach jedoch per Presseerklärung am 12. Februar nach dem ersten Wiesenburg-Workshop mitgeteilt, „dass sich alle Beteiligten einig waren, dass der Bau von MUFs mit bis zu 500 Geflüchteten am Standort nicht Ziel sein kann“. Jetzt steht das MUF-Projekt auf der Liste von vorerst 68 bestätigten Standorten für Flüchtlingscontainer und MUFs. 22 Standorte werden noch folgen.

Der Senat hat erklärt
, pro Bezirk „mindestens fünf und maximal neun Grundstücke als Container- und/oder MUF-Standort zu belegen“. Das heißt, im Citybezirk werden noch zwei weitere Flüchtlingsheime hinzukommen. Für die Flüchtlingscontainer hat das Abgeordnetenhaus 78 Millionen Euro genehmigt. Die Modularbauten an den 60 Standorten kosten 600 Millionen Euro. DJ
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