Erinnerung an die Stalin-Opfer in der Sowjetunion

Mitte. Am 17. Dezember hat die Bundesvorsitzende der Partei Die Linke, Katja Kipping, am Karl-Liebknecht-Haus, der Parteizentrale der Linken in der Kleinen Alexanderstraße 28, die umstrittene Gedenktafel für die Opfer des stalinistischen Terrors enthüllt.

Der Parteivorstand hatte im März beschlossen, den Kommunisten und Antifaschisten, "die dem Großen Terror in der Sowjetunion zum Opfer fielen", zu gedenken. Die insgesamt 5000 Euro teure Tafel trägt die Inschrift "Ehrendes Gedenken an Tausende deutsche Kommunistinnen und Kommunisten, Antifaschistinnen und Antifaschisten, die in der Sowjetunion zwischen den 1930er und 1950er Jahren willkürlich verfolgt, entrechtet, in Straflager deportiert, auf Jahrzehnte verbannt und ermordet wurden." Zur Enthüllung wurde auch die Ausstellung "Ich kam als Gast in Euer Land gereist ..." eröffnet, die sich mit den im Sowjetexil verfolgten Antifaschisten befasst. Die Ausstellung im Karl-Liebknecht-Haus ist bis Ende Januar zu sehen

Die Linke hatte lange darüber gestritten, wie den Opfern der stalinistischen Gewaltherrschaft gedacht werden soll. Nach dem Beschluss des geschäftsführenden Parteivorstandes im März hatte eine Initiative um Hans Modrow, Vorsitzender des Ältestenrates und Sahra Wagenknecht, stellvertretende Parteivorsitzende, zunächst ein Moratorium erzwungen. Die Tafel sollte vor der Bundestagswahl am 22. September nicht mehr aufgehängt werden. Sie wollten den Stalin-Opfern lieber in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Friedhof Berlin-Friedrichsfelde gedenken.


Dirk Jericho / DJ
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