Mitte ist ein riesiger Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt ist die Nobelvariante. (Foto: WeihnachtsZauber Gendarmenmarkt)

Mitte. Mehr als 1000 Weihnachtsbuden, Rummellärm und Adrenalinkicks, Handwerkskunst und Glühweinduft: nirgends gibt es so viele Weihnachtsmärkte wie im Citybezirk.

Für Weihnachtsmarktfans haben die schönsten Wochen des Jahres begonnen. Wer dem Budenzauber jedoch nichts abgewinnen kann, für den wird es jetzt richtig anstrengend. Überall buhlen bis zum Jahreswechsel riesige Weihnachtsmärkte um die Gunst der Besucher. In Mitte kann man sich dem Weihnachtswahnsinn kaum entziehen. Sechs große Märkte eröffnen am 26. November, dazu gibt es mehrere kleinere. Am Alex gibt es gleich drei Weihnachtsmärkte: der Markt direkt auf dem Alexanderplatz vor dem Kaufhof, der zwischen Rotem Rathaus und Marienkirche und der sogenannte Wintertraum an der Jannowitzbrücke hinter dem Alexa. Auf dem "buntesten Weihnachtsmarkt" gibt es richtig was auf die Ohren und die Augen. Attraktion auf der Rummelmeile ist der "Bostermaxxx", mit 55 Metern Höhe "das weltweit höchste Fahrgeschäft seiner Art", wie die Veranstalter tönen.

Vor dem Roten Rathaus baut Hans-Dieter Laubinger wieder seine Altberliner Kulissenstadt mit Marktgassen auf. "Berliner Weihnachtszeit" heißt dieser Budenparcours mit Riesenrad, Streichelzoo, Karussells und einer Eisbahn rund um den Neptunbrunnen.

Direkt auf dem Alex gibt es ebenfalls eine Eisbahn und 100 Hütten, außerdem Europas größte Erzgebirgspyramide und das Partyhaus vom Nikolaus. Am 9. Dezember ist sogar eine Nikolausparade geplant.

Besinnlicher geht es auf dem Nostalgischen Weihnachtsmarkt am Opernpalais zu. Wegen der Baustelle Unter den Linden stehen die meisten Stände der Kunsthandwerker auf der privaten Grünfläche am Schinkelplatz hinter der Alten Kommandantur.

Wenige Meter weiter eröffnet der Weihnachtszauber Gendarmenmarkt, die Nobelvariante der Budenkonkurrenz. Die weiße Zeltstadt zwischen den Domen ist der schönste Weihnachtsmarkt in Deutschland, wie Studenten der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen bei einer Befragung von Tausenden Weihnachtsmarktbesuchern herausgefunden haben. Der Weihnachtszauber ist auch der einzige Markt, für den man einen Euro Eintritt bezahlen muss. Dafür gibt es täglich ein Bühnenprogramm. Weihnachtszauber-Chef Helmut Russ spendet jedes Jahr einen Teil seiner Einnahmen für wohltätige Zwecke.

Sportlich, mit Skihütten-Atmosphäre und Après-Ski-Party, geht es in der Winterwelt am Potsdamer Platz zu. Hier gibt es einen Rodelberg und eine Eisbahn. Im Sony-Center gegenüber lassen 100 000 Lichter den Platz erstrahlen.

Der Umweltweihnachtsmarkt findet auch in diesem Jahr an den vier Adventswochenenden am Koppenplatz statt. Händler und Ökoorganisationen präsentieren in der Großen Hamburger Straße Naturwaren, Inkakunst und andere internationale Ökoprodukte.

Exklusive Geschenkideen von Designern und Künstlern gibt es beim "Weihnachtsrodeo", diesmal im Stadtbad Oderberger Straße, oder beim TrendMafia-Designerweihnachtsmarkt in der Karl-Liebknecht-Straße 11.

In Wedding gibt es auf dem Leopoldplatz zum dritten Mal einen Weihnachtsmarkt mit Bühnenprogramm, Kunsthandwerkern und sozialen Einrichtungen; allerdings nur am 2. und 9. Dezember nachmittags.

Alle Informationen zu den Weihnachtsmärkten in Berlin gibt es im Internet: www.weihnachteninberlin.de.

Dirk Jericho / DJ
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden