Welche Stütze junge Gehölze brauchen

Frisch gesetzte Bäume und große Sträucher brauchen einen oder mehrere Stützpfähle. Wie viele nötig sind, hängt unter anderem vom Stammdurchmesser und der Wuchsart ab. (Foto: dpa-infografik)

Fährt Wind in die Kronen frisch gesetzter Bäume und großer Sträucher, wirkt sich das auf die Wurzeln aus. Sie bewegen sich ebenfalls und brechen ab. Daher brauchen die jungen Gehölze für zwei Jahre eine Stütze, erklärt Alexander Bösel vom Bund deutscher Baumschulen. Diese Optionen gibt es:

 • Ein senkrechter Stützpfahl: Hier kommt es auf den Stammdurchmesser an. Obst- und Alleebäume, die einen Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern haben, kommen mit nur einem Stützpfahl aus. Bösel treibt diesen in seiner Baumschule in der Regel gut 40 Zentimeter tief in den Boden und bindet ihn mit einem Kokosstrick unterhalb der Krone am Stamm fest – im Abstand von zehn Zentimetern zum Stamm. Wichtig: Bei Sand- oder Torfböden kommt der Pfahl besser 60 Zentimeter tief in die Erde, bei Kies und Lehm sind oft nur maximal 40 möglich.

 • Zwei bis drei Pfähle: Für Bäume mit 16 bis 18 Zentimetern Durchmesser sind zwei Pfähle gut, für Exemplare mit 20 bis 25 Zentimetern drei Pfähle. Auch sie kommen je nach Boden 40 bis 60 Zentimeter tief in die Erde. Am besten beim Zusammenbinden miteinander verknüpfen.

 • Ein schräger Pfahl: Strauchartige Gehölze und mehrtriebige Bäume wie die Blutpflaume, die auch im unteren Bereich Äste haben, bekommen einen schrägliegenden Pfahl. Dieser wird mitten in den Ästen angebunden. Bösel treibt diesen Pfahl in etwa 40 Zentimeter Entfernung zum Stamm in den Boden. mag
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